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Radevormwald
Friedel Müller übergibt den Seniorentreff

Radevormwald: Friedel Müller übergibt den Seniorentreff
Friedel Müller tritt beim Seniorentreff seiner Martinigemeinde ins zweite Glied, nachdem er mehrfach vergeblich versucht hat aufzuhören, sich aber bisher nie ein Nachfolger fand. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Nach 17,5 Jahren in der ersten Reihe zieht sich Friedel Müller zurück, Florian Reinecke übernimmt die Aufgabe des Seniorentreff-Leiters. 

Ein schöner Abschied: Viele Teilnehmer des Seniorentreffs der Martinigemeinde waren ins Gemeindehaus an der Uelfestraße gekommen, um ihren langjährigen Leiter Friedel Müller zu verabschieden. Der 79-Jährige, der den Seniorentreff vor mehr als 17 Jahren ins Leben lief und seither leitete, hatte aus Altersgründen beschlossen, kürzer zu treten und die Leitung an Pfarrvikar Florian Reinecke abzugeben. "Ich bleibe dem Treff erhalten, ganz weg bin ich nicht", sagte Müller schmunzelnd. Eigentlich habe er den Schritt schon länger vorgehabt.

Schifffahrt nach St. Petersburg

2002 im Februar war es, als mit Pastor Johannes Dress das Leitbild der Gemeinde erstellt wurde. Bei genauerer Durchsicht habe etwas gefehlt, erinnert sich Müller: "Die Senioren waren gar nicht enthalten. Also fragte man mich, ob ich einen Seniorentreff übernehmen könnte." Aus der nur eigentlich nur kurzfristig angedachten Lösung seien siebzehneinhalb Jahre geworden, sagte Müller. In diesen Jahren traf sich die Gruppe einmal im Monat, um sich über kirchliche, politische, wirtschaftliche oder soziale Themen auszutauschen oder um Ausflüge zu unternehmen. Oft fuhr man für mehrere Tage weg: "Wir haben eine Schifffahrt von Moskau nach St. Petersburg unternommen, waren in Norwegen oder Südtirol. Die nächste Reise geht im September in den Harz", sagte Müller.

Am Samstagnachmittag gab es zunächst die Andacht und die Kaffeetafel mit mehr als 70 Teilnehmern. Zur Verabschiedung Müllers gab es dann ein festliches Programm: Die Künstlerin Margit Walther stellte Malen mit dem Faden vor, Ralf Feldhoff und Rosemarie Zeitschner brachten volkstümliche Lieder und Larissa Stapf spielte auf dem Saxofon. Zudem gab es einen Rückblick und Pastor Dress informierte über die Zukunft der Seniorenarbeit.

Die bekommt nun mit dem 29-jährigen Florian Reinecke ein junges Gesicht: "Ich bin froh, dass Friedel Müller noch nicht ganz aufhört, denn, was er mit seinen Beziehungen alles geleistet hat, kann ich als Neuling in der Gemeinde gar nicht stemmen", sagte Reinecke, der seine Stelle als Pfarrvikar im Mai angetreten hat. Zuvor war der Vikar im Osnabrücker Land tätig, momentan teilt er sich die Gemeindeleitung mit Dress. Wenn dieser in den Ruhestand gehe, werde er die Leitung zunächst alleine übernehmen: "Es gibt aber zwei Pfarrstellen, die wir auch besetzt haben wollen", betonte Reinecke. Und auch der nächste Termin des Seniorentreffs steht: "Wir treffen uns ja jeden ersten Samstag im Monat. Zum nächsten Termin haben wir die Bundestagskandidaten der großen Parteien zur Vorstellung eingeladen", sagte Reinecke. Beginn ist 15 Uhr im Gemeindehaus an der Uelfestraße.

(wow)
 
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