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Jecke Zick
Der Karneval in Rade im Wandel der närrischen Zeit

Radevormwald. RADEVORMWALD Stolz wanderte der Präsident der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf, Thomas Lorenz, durch die Ausstellung in der Hauptstelle der Sparkasse an der Hohenfuhrstraße. Dort sind seit Anfang der Woche Exponate aus dem Karnevalsmuseum Köln zu sehen, aber auch Stücke aus Radevormwald. Sie dokumentieren die Geschichte und Entwicklung des Karnevals im Bergischen Land und machen Lorenz besonders stolz. "Die Orden und Mützen aus Radevormwald habe ich als Leihgaben von verschiedenen Bürgern bekommen", sagte er. Die Vitrine über die Rader Karnevalsgeschichte erinnert nicht nur an die beiden noch bestehenden Gesellschaften Rua Kapaaf und RKG, sondern auch an ihre Vorgänger. Die "Grün-Weiß-Wuppdika" war die erste Jeckengesellschaft in Rade, die 1957 gegründet wurde. 1973 folgte die 4K-Gesellschaft, an die Thomas Lorenz viele Erinnerungen hat.

Teil der sehenswerten Ausstellung sind auch Orden des Festkomitees Kölner Karneval. Sie dokumentieren die Historie des Kölner Karnevals und repräsentieren das Rosenmontag-Motto des jeweiligen Jahres. Detailverliebt bilden die Orden den Kölner Karneval ab, enthalten politische Botschaften und den Zeitgeist ihres Jahres. "Das sind tragbare Kunstwerke, auf die jeder Besitzer stolz ist. Man entdeckt immer wieder ein neues Detail", sagte Lorenz. In der dritten Vitrine liegen alte Liederbücher der Karnevalsgesellschaft "Die Grosse von 1823". Die alten Fotografien, die den Rosenmontagszug von 1920 und 1930 in Köln zeigen, wurden von dem Museum in Köln zur Verfügung gestellt und gewähren den Ausstellungsbesuchern einen authentischen Eindruck in die Zugkultur von damals. Prachtvoll sind die vielen Karnevalsmützen, die in der Sparkassen-Filiale zu sehen sind. Mal bunt, mal schlicht stehen sie für die jeweiligen Karnevalsgesellschaften in der bergischen Region.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Thomas Palus, Vorstandsmitglied und Michael Scholz, Bereichsleiter Marketing der Sparkasse. Gekommen war auch das Prinzenpaar samt Hofstaat. "Wir freuen uns sehr über die Ausstellung und hoffen, damit viele Menschen zu begeistern", sagte Prinzessin Olga.

Die Idee für die Ausstellung war Thomas Lorenz im September gekommen. "Danach habe ich mich mit dem Museum zusammengesetzt und Exponate ausgewählt. Die Ausstellung gehört mit zum Programm des Stadtjubiläums und unserem Jubiläum."

Rua Kapaaf feiert in diesem Jahr zwar nicht 700 Jahre Bestehen, dafür aber 700 Tage. "Das ist ein Grund um zu feiern", sagte Lorenz.

Die Ausstellung über 200 Jahre organisierten Frohsinn ist bis Aschermittwoch, 10. Februar, in der Sparkassen-Filiale an der Hohenfuhrstraße zu sehen. Danach gehen die Ausstellungsstücke wieder zurück nach Köln oder werden den privaten Besitzern übergeben.

FLORA TREIBER

Quelle: RP
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