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Rhein-Kreis Neuss
Kreis-FDP stimmt sich auf das "Schicksalsjahr 2017" ein

Rhein-Kreis Neuss. Liberale Basis arbeitet für Rückkehr in den Bundestag.

Für das große Ziel schieben die Liberalen alle anderen Probleme und Problemchen zur Seite; für die angestrebte Rückkehr in den Bundestag proben an der Basis auch die den Schulterschluss, die ansonsten nicht immer einer Meinung sind. So wurde der jüngste Kreisparteitag der FDP zu einer Demonstration der Geschlossenheit an Rhein und Erft. Den politischen Vordenker und emotionalen Taktgeber gab der Vorsitzende Bijan Djir-Sarai: "Vor den Schicksalswahlen müssen wir in den Stadt- und Gemeindeverbänden die Querelen zumindest temporär hinter uns lassen, um für das große Ziel konzentriert arbeiten zu können." Das große Ziel sind der Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag im Mai und der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde bei den Bundestagswahlen im Herbst 2017.

Die Vorzeichen stehen nach Ansicht von Djir-Sarai nicht schlecht. Gerade in Krisenzeiten brauche das Land eine liberale Stimme: "Wir haben uns erneuert, wir haben Kurs gehalten, wir haben aber unsere liberale Grundhaltung nicht verändert." Das honoriere der Bürger. Die Partei freue sich über eine steigende Zahl von Neuaufnahmen und positiven Umfragewerten. Kreisweit spiele die FDP im Kreistag und in allen acht Stadt- und Gemeinderäten "eine wichtige Rolle". Dabei sei die FDP personell für die Zukunft gut gerüstet: "Unsere aktiven Julis bilden einen der größten Kreisverbände in der ganzen Bundesrepublik."

Mehr als 50 Mitglieder kamen zum Kreisparteitag am Freitagabend ins Marienhaus nach Neuss. So viel Einigkeit war selten bei den Freien Demokraten - zumindest in Neuss. Der Neusser Parteichef Michael Fielenbach versprach als Gastgeber "FDP pur" in der politischen Arbeit der Quirinusstadt. Die Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer (Köln) sagte "gute Zeiten für die Freien Demokraten" voraus und kündigte eine landesweite Bildungsinitiative an, in deren Zentrum eine "digitale Offensive" für Schulen und Lehrer stehe.

Kreisvorsitzender Djir-Sarai, der nächstes Jahr als Abgeordneter nach Berlin zurückkehren möchte, ist zugleich als Bezirkschef seiner Partei eine feste Größe der Liberalen hierzulande: "Im Rheinland müssen und werden wir die Basis für ein starkes Comeback der FDP legen."

(lue-)
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