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Lokalsport
Auf Alex Koke wartet beim TSV Bayer noch viel Arbeit

Neuss. Drei Partien verloren, wenn auch die um Platz fünf gegen den letztjährigen Zweitliga-Konkurrenten TuS Ferndorf nur nach Siebenmeterwerfen, dennoch zieht Alexander Koke ein positives Fazit unter den Auftritt des TSV Bayer Dormagen beim Pierburg-Cup: "In meinen Augen waren das gelungene Spiele", sagt der neue Cheftrainer des Zweitliga-Absteigers über das 18:32 (Halbzeit 8:14) gegen den Bergischen HC, das 21:32 gegen TBV Lemgo und das 28:28 (32:33 nach Siebenmeterwerfen) gegen seinen bisherigen Arbeitgeber Ferndorf. Von Volker Koch

Wobei sich seine Schützlinge von Begegnung zu Begegnung steigerten, nicht nur was die Tordifferenz anbetraf. Für Koke keine Überraschung: "Wir müssen uns weiterentwickeln, in jedem Training, in jedem Spiel", sagt er mit Blick auf seinen blutjungen Kader, in dem Torhüter Sven Bartmann (29), Johnny Eisenkrätzer und Alexander Kübler (beide 26) die "Routiniers" sind - der Rest ist zwischen 17 und 21 Jahre alt. Zumindest im Moment, weil die Rekonvaleszenten Dennis Marquardt (31) und Kevin-Christopher Brüren (22) beim Turnier in Neuss ebenso nur auf der Bank saßen wie Koke (37) selbst. Wenn der Sportliche Leiter Erik Wudtke, der gestern als Co-Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft EM-Silber gewann, aus Dänemark zurück ist, sieht sich Koke als eine Alternative auch auf dem Spielfeld.

So oder so ist er überzeugt: "Wir werden an dieser Mannschaft viel Spaß haben. Bis dahin brauchen wir viel Geduld." Das um so mehr, als die Jugend-Nationalspieler Lukas Stutzke und Eloy Morante Maldonado erst nach der U18-Europameisterschaft in Kroatien (11. bis 21. August) zum Team stoßen. Deshalb kann von so etwas wie einer Stammformation noch keine Rede sein bei den Dormagenern: "Wir haben bewusst alle paar Minuten in einer anderen Konstellation gespielt, was die Sache für die Jungs nicht einfacher macht", sagt Koke.

Gute Ansätze waren jedenfalls da. Im aus der A-Jugend aufgerückten Ian Hüter wächst ein vielversprechendes Talent auf der Regieposition heran, Neuzugang Pascal Kern auf Halbrechts ist zwar torgefährlich, muss aber noch an Beweglichkeit und einem schnelleren Rückzugsverhalten arbeiten, das angesichts des "siebten Feldspielers" immer wichtiger wird. Den probierte Koke zwar aus, hat daran im Training aber ebenso noch nicht arbeiten können wie am Gegenstoß, "weil wir zunächst wichtigere Baustellen hatten."

Fazit: Koke sieht "in Angriff, Abwehr und Tempospiel" noch erhebliches Steigerungspotenzial. Dem ist nicht zu widersprechen, weshalb die Dormagener in der Hinrunde viel Lehrgeld bezahlen dürften. Am Ende sollte es aber zu einem Platz unter den ersten Sechs reichen.

Quelle: NGZ
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