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Fechten
Frühes Aus für den Europameister

Fechten: Frühes Aus für den Europameister
Des einen Freud ist des anderen Leid: Während Dmitriy Danilenko (l.) mit Russland heute im WM-Viertelfinale steht, schied der Dormagener Eduard Gert mit der deutschen Mannschaft schon im Achtelfinale aus. FOTO: HEINZ. J. ZAUNBRECHER
Dormagen. Bereits im Achtelfinale der Junioren-Weltmeisterschaften in Taschkent unterlagen die Säbefechter des TSV Bayer Dormagen Frankreich mit 29:45. Judith Kusian belegte mit der Mannschaft Rang sieben. Von Dirk Sitterle

Irgendwie hatte es Olaf Kawald (Dormagen) schon geahnt: "Direkt gegen Frankreich - das wird schwer", prophezeite der Delegationsleiter der deutschen Nachwuchsfechter bei den Weltmeisterschaften im usbekischen Taschkent. Und der TSV-Fechtkoordinator sollte Recht behalten: Die als Junioren Europameister angetretenen Rouven Redwanz, Eduard Gert und Domenik Koch (alle TSV Bayer Dormagen) verloren gleich im Achtelfinale mit 34:45.

Wie bei der EM lagen die TSV-Jungs gegen die Franzosen nach vier Gefechten mit 20:25 zurück, doch diesmal blieb die Wende aus. Der Traum von einer Medaille war damit geplatzt. Die Platzierungskämpfe brachten danach Siege über Mexiko (45:36) und die starken Italiener (45:43). Das Duell um Rang neun mit der Ukraine ging allerdings mit 40:45 verloren.

Auch die deutschen Juniorinnen scheiterten im Mannschaftswettbewerb an Frankreich. Im Viertelfinale unterlag die Dormagenerin Judith Kusian mit ihren Teamkolleginnen Ann-Sophie Kindler und Valentina Volkmann (beide TSG Eislingen) mit 29:45. Eine Runde zuvor war das in Taschkent an Position acht geführte deutsche Team auf Polen getroffen. Kusian, in der Einzelkonkurrenz nur auf Rang 45, brachte die DFB-Auswahl im Duell mit Karolina Cieslar zunächst mit 5:2 in Führung. Im fünften Match unterlag sie Marta Mazurek knapp mit 4:5 zum Zwischenstand von 23:25. Auch das abschließende Gefecht gegen Patrycja Palczynska endete mit einer 5:6-Niederlage, doch setzte die Dormagenerin dabei den entscheidenden Treffer zum 45:43-Erfolg.

Gegen die favorisierten Französinnen standen die deutschen Mädels indes von Beginn an auf verlorenem Posten: Die Nummer eins der Setzliste um Weltmeisterin Caroline Queroli und die WM-Zweite Manon Brunet lag schon nach fünf Gefechten mit 25:12 vorne. Kusian vermochte Queroli im sechsten Match immerhin ein 5:5 abzutrotzen. In die Platzierungsrunde starteten die Deutschen mit einer unerwartet deutlichen 25:45-Schlappe gegen China. Im Gefecht um Rang sieben gelang gegen die USA (Zweiter der Setzliste) aber ein 45:44-Sieg. Den brachte Kusian gegen die WM-Dritte Sage Palmedo mit dem letzten Treffer unter Dach und Fach. Der Titel ging an die Italienerinnen, die im Finale Russland mit 45:41 bezwangen.

Quelle: NGZ
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