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Lokalsport
Kruchenhof zeigt sich von bester Seite

Lokalsport: Kruchenhof zeigt sich von bester Seite
Mit seinem Derbypferd Hadjib lieferte Gilbert Tillmann auch beim Turnier auf dem Kruchenhof eine überzeugende Vorstellung. Im gestrigen Großen Preis belegte das Duo mit einem Abwurf den vierten Platz. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Beim internationalen Reitturnier in Rommerskirchen lieferten sich 600 Reiter bei insgesamt 23 Prüfungen spannende Wettkämpfe. Beim S-Springen gestern Nachmittag sicherte sich die Luxemburgerin Charlotte Bettendorf den Sieg. Von Lucas Bayer

Strahlender Sonnenschein und Reitsport vom Allerfeinsten. Der Kruchenhof in Rommerskirchen war am Wochenende Schauplatz für ein international besetztes Reittturnier mit Gästen aus Belgien, Dänemark und sogar Katar. Von Donnerstag bis gestern in die Abendstunden zeigten 600 Sportler auf insgesamt 1500 Pferden bei einem Mix aus kleinen, mittleren und großen Prüfungen ihr Können.

Einige Städte und Dörfer kämpften am vergangenen Wochenende mit starkem Unwetter, doch der Kruchenhof blieb verschont. "Wir hatten hier nur herrliches Wetter. In unseren Nachbardörfern hat es geregnet, als würde die Welt untergehen und hier ist alles gut gegangen. Das war natürlich perfekt", freute sich der Cheforganisator des Turniers Uwe Hintzen. Er leitet die Reitanlage zusammen mit seiner Tochter Carmen. Das Wetter wirkte sich dann auch positiv auf die Zuschauerzahlen aus. "Es sind wahrscheinlich etwas über 3000 Menschen zu den Wettkämpfen gekommen", bilanziert Hintzen.

Am Donnerstag begann das Turnier mit einer Springpferdeprüfung für den vierbeinigen Nachwuchs, bei der auch Fahrkarten zum Bundeschampionat verteilt wurden. Dort schaffte Carmen Hintzen eine Seltenheit. "Sie hat es tatsächlich geschafft, insgesamt zwei Pferde für das Bundeschampionat zu qualifizieren", erzählt der Vater stolz.

Freitagmorgen setzte sich dann Marc Boes aus Liedberg beim L-Springen durch. "Er hat mir danach berichtet, wie gut unser Boden für die Pferde und ihre Leistungsfähigkeit präpariert ist, so etwas hört man von erfahrenen Springern natürlich sehr gerne", sagt Uwe Hintzen.

Das Highlight für die ganze Familie Hintzen stieg dann Samstagabend vor dem S*-Springen. Die älteste Tochter Nadine erhielt vor ungefähr 800 Zuschauen das Goldenen Reitabzeichen. "Also das war ein absoluter Gänsehaut-Moment. Hier im Catering-Zelt hat die Jugend dann auch noch bis spät in die Nacht gefeiert", berichtet Uwe Hintzen. Beim S*-Springen feierte der 52 Jahre alte Marc Boes seinen zweiten Erfolg auf dem Kruchenhof.

Gestern Nachmittag stand dann mit dem Großen Preis (S** mit Siegerrunde) der Höhepunkt des viertägigen Events an. Mit Max-Hilmar Borchert, Gilbert und Frederic Tillmann nahm ein Trio an dem Wettkampf teil, das vor drei Wochen beim Derby in Hamburg mit dabei war. Borchert landete in der Hansestadt am Ende sogar auf dem fünften Rang. Auf dem Kruchenhof konnte er diesen Erfolg allerdings nicht wiederholen. Nach vier Fehlerpunkten und einer schwachen Zeit schied der Reiter aus dem brandenburgischen Stechlin bereits nach der ersten Runde aus. Frederic Tillmann vom Gut Neuhaus in Grevenbroich erreichte den neunten Rang. Viel besser lief es für seinen Bruder Gilbert. Der Sieger des Deutschen-Spring-Derbys 2013 überstand den ersten Durchgang mit null Fehlerpunkten. In der finalen Runde riss der 34-Jährige dann das vorletzte Hindernis, was ihn in der Folge sichtlich ärgerte. Mit vier Fehlerpunkten reichte es am Ende für den dritten Rang hinter dem Zweitplatzierten Simon Schröder und der Siegerin Charlotte Bettendorf. Trotzdem bekam Gilbert Tillmann im Anschluss den Turnierschrank überreicht, in einer Auswahl von Prüfungen am Wochenende war er der erfolgreichste Reiter.

Die Zuschauer zeigten sich von dem hochkarätigem Aufgebot sehr angetan. "Ich besuche so gut wie jedes Reitturnier hier in der Umgebung und da daher musste ich einfach heute hierhin kommen", erzählt Erik Danners. "Das Turnier ist echt super organisiert und das Wetter stimmt. Selbst wenn es regnen sollte, hier gibt es genügend Fläche wo man sich unterstellen kann. Ich besitze selber einen Pferdebetrieb und weiß wie viel Arbeit das ist", ergänzt Ina Kemper.

Der Reitverein Gut Kruchenhof besteht aus rund 40 Mitgliedern. Fast alle von ihnen halfen das gesamte Wochenende mit, um das Turnier überhaupt zu ermöglichen. "Insgesamt war es wieder ein voller Erfolg. Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut funktioniert hat. Wir hatten über die gesamte Zeit tolle Reiter hier, die sich nichts geschenkt haben und tolle Wettkämpfe gezeigt haben", bilanziert Uwe Hintzen sehr zufrieden. Im Bezug auf das nächste Jahr verkündet er stolz: "Alle Sponsoren, die uns unterstützt haben, machen weiter. Nächstes Jahr wird es also erneut ein Turnier geben."

Quelle: NGZ
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