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Molina zieht positives Zwischenfazit

Lokalsport: Molina zieht positives Zwischenfazit
Toni Molina (l.) sieht seinen SCK auf einem guten Weg und beschreibt das Verhältnis zum Team und Co-Trainer Wolfgang Brück als "richtig gut". FOTO: hubert wilschrey
Kapellen. Nach zehn Spielen hat sich der Coach beim Oberligisten SC Kapellen gut eingefunden. Morgen geht's nach Hiesfeld. Von Christos Pasvantis

Drei volle Monate und zehn Saisonspiele ist Toni Molina als Trainer des Oberligisten SC Kapellen mittlerweile im Amt. Zeit also, vor dem morgigen Gastspiel beim TV Jahn Hiesfeld ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.

"Menschlich", betont der Spanier, "läuft es in diesem Verein richtig gut. Ich bin mit dem Umfeld sehr zufrieden und auch, wie wir in der Mannschaft miteinander umgehen, gefällt mir." Scheint so, als sei Molina beim familiär geführten SCK bestens aufgehoben. "Fußballerisch", fügt er an, "haben wir eine junge Mannschaft, in der viel Potenzial steckt. Wir sind da auf einem guten Weg."

Nun ist die Floskel "junge Mannschaft" zwar eine, die heutzutage nahezu jeder Trainer benutzt, beim SCK steckt allerdings etwas dahinter. In Marco Czempik, Marcel Lüft, Lennart Ingmann, Manu Ioannidis und Oguz Ayan sind gleich fünf Spieler, die zum engsten Stammpersonal zählen, aus dem Jahrgang 1995. "Dass diese Jungs hier eine so große Rolle einnehmen würden, war mir ehrlich gesagt vorher gar nicht so klar", gibt Molina zu. Gleichzeitig fordert er daher Geduld ein: "Zu einem guten Spieler gehört nicht nur, dass man den Ball gut dribbeln kann. Auch die Entwicklung der Persönlichkeit und Erfahrung sind wichtig. So etwas braucht Zeit."

In der Tabelle stellt sich nach einem knappen Saisondrittel alles so dar, wie sich der 43-jährige das vor Saisonbeginn vorstellte: "Vorne stehen die Teams, von denen man das erwartet. Wir wussten, dass es dahinter eng wird. Die Liga ist sehr ausgeglichen, das ist bei vier Absteigern schon eine Menge Holz." So liegt der SCK als Tabellenneunter mit 13 Punkten nur drei Zähler vor einem Abstiegsplatz. Gegner Hiesfeld erwartet Kapellen mit erst elf Punkten. "Aufgrund der Tabellensituation ist das natürlich ein wichtiges Spiel. Hiesfeld ist eine Mannschaft, die vielleicht unter ihren Möglichkeiten spielt", weiß Molina.

Dass sich die Veilchen nach einem überragenden dritten Platz in der Vorsaison so schwer tun, hängt sicher auch mit mehreren Langzeitverletzten zusammen. Molina ist sich aber sicher, dass sein Gegenüber Georg "Schorsch" Mewes den Verein als alter Trainerfuchs wieder in ruhigeres Fahrwasser führen kann: "Mein Kollege hat eine Menge Erfahrung und kann mit solchen Situationen umgehen. Er wird die Mannschaft gut einstellen." Während die Defensive zuletzt Probleme bereitete, sind Spieler wie Damiano Schirru (6 Tore), Joel Zwikirsch oder Kapitän Kevin Menke nach vorne immer gefährlich.

Vielleicht umso mehr, da der SCK ohne den rotgesperrten Linksverteidiger Marcel Lüft auskommen muss. Der 20-jährige hatte sein Mundwerk bei der 1:3-Pleite gegen Bocholt nicht im Griff und verpasst neben dem morgigen Spiel auch die Begegnungen gegen Meerbusch, den SC West und Hilden. Ebenfalls ausfallen wird die Alternative Dalibor Cvetkovic (Magen-Darm-Grippe), weshalb Molina kreativ werden muss: "Da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen."

Quelle: NGZ
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