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Lokalsport
Nievenheim fällt auf den letzten Platz zurück

Nievenheim. Die Fußballer des Oberliga-Neulings unterliegen beim ehemaligen Erstligisten Wuppertaler SV mit 0:4. Von Dirk Sitterle

Mit der 0:4-Niederlage (Halbzeit 0:1) beim Wuppertaler SV hat es der jetzt seit zwölf Partien sieglose Fußball-Oberligist VdS Nievenheim endgültig geschafft: Tiefer geht es in der Tabelle nicht mehr. Da nämlich gleichzeitig das bisherige Schlusslicht VfB Homberg mit einem 1:0-Heimsieg gegen RW Oberhausen II überraschte, rutschte der Neuling auf den 18. und damit letzten Rang ab.

Weil die Gemütslage rund um die Südstraße im Moment ausgesprochen angespannt ist, ersparte sich der schwer in der Kritik geratene Trainer Marko Niestroj allzu kritische Worte. "Kämpferisch und läuferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte er. "Die Stimmung war gut. Da war Feuer drin - jeder hat gekämpft und gerackert." Auf diese Weise hielten die gegenüber der 0:7-Pleite gegen Velbert auf fünf Positionen veränderten Gäste - Keisuke Ota, Kai Pelzer, Pierre Schnock, Kevin Scholz und Johannes Meuter waren zurück in die Anfangsformation rotiert - bis zur 43. Minute die Null. "Und dann passierte das, was nur dann passiert, wenn du unten stehst", haderte der Coach. "In einer Situation, die eigentlich schon geklärt ist, kriegst du das 0:1. Wir schlafen einfach, das muss man so sagen." Davide Leikauf bestrafte diese Unzulänglichkeiten mit dem Wuppertaler Führungstreffer. Kurz zuvor hatte sich Kai Pelzer aus einer Standardsituation heraus noch die Möglichkeit geboten, den Neuling in Front zu schießen, der Routinier wurde jedoch in letzter Sekunde abgeblockt.

Der Rückstand wirkte auf die Gäste wie ein "Stimmungskiller", stellte Niestroj fest. Der Glaube, dem Spiel noch eine Wende geben zu können, war schnell dahin. Im Ergebnis wurde das durch die beiden Treffer von Nils Nettersheim (47./61.) und von Dalibor Gataric (69.) sichtbar. Damit bleibt der WSV im Kampf um die Spitze Velbert (3:3 in Kapellen) auf den Fersen. Daraus schloss Niestroj: "Wuppertal ist einfach nicht unsere Kragenweite." Fast noch wichtiger als das Resultat war dem Trainer nach dem Debakel der Vorwoche im Heimspiel gegen Velbert die Art und Weise des Auftritts. Nach den 90 Minuten im legendären Stadion am Zoo (Niestroj: "Ein absolutes Highlight für jeden Spieler und den gesamten Verein.") stand für den am Saisonende auf eigenen Wunsch ausscheidenden Aufstiegscoach (ab dem 1. Juli rückt Thomas Bahr in die Verantwortung) fest: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass hier irgendeiner gegen mich spielt. Es hat sich keiner hängenlassen, alle haben für den Verein ihr Bestes gegeben."

Da der MSV Duisburg II nun doch weitermacht, müsste der Neuling in den restlichen sechs Partien noch elf Punkte auf SW Essen auf dem voraussichtlich rettenden 14. Rang gutmachen. Eine in der augenblicklichen Verfassung wohl unlösbare Aufgabe. Und am Sonntag geht es gegen den SC Kapellen.

Quelle: NGZ
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