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Jüchen
Tagebau: Rathaus fragt nach radioaktiver Gefahr

Jüchen: Tagebau: Rathaus fragt nach radioaktiver Gefahr
Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit Radioaktivität im Tagebau.
Jüchen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Feinstaubbelastungen und Radioaktivität mit dem Braunkohletagebau Garzweiler? Um diese Frage zu klären, hat die Jüchener Verwaltung einen Vertreter des "Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz" zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses eingeladen. Er soll einen Fragenkatalog beantworten. Von Daniela Buschkamp

Der Termin der Sitzung steht noch nicht fest. Zur Vorbereitung hat die Verwaltung jetzt einen umfangreichen Fragenkatalog zu den drei Themenkomplexen "Feinstaub", "Radioaktivität" und "Grundwasser" zusammengestellt. Er wurde zur Ergänzung den Jüchener Fraktionen vorgelegt, die noch weitere Fragen gestellt haben.

Zu den wichtigsten der 33 aufgeführten Fragen gehört die nach dem möglichen Zusammenhang von Tagebau-Aktivitäten in Garzweiler und der Freisetzung von gesundheitsschädlichen, radioaktiven chemischen Elementen wie Radon oder Polonium. Verwaltung und Politiker wollen wissen, ob es Messverfahren gibt, die dies belegen. In der bisherigen Diskussion hatte der Bergbautreibende RWE Power immer eine solche mögliche Beziehung negiert und auf entsprechende Ergebnisse von Gutachten verwiesen.

Gefragt wird ebenfalls nach Vergleichswerten vor der Arbeit im Tagebau für Jüchen oder auch nach den Höchstwerten der stündlich gemessenen Feinstaubkonzentration und welche Voraussetzungen Jüchen erfüllen müsste, damit ein Luftreinhalteplan aufgestellt werden könnte.

Zum Thema Radioaktivität wird nach den Messwerten von Alpha und Gamma-Strahlung im Umfeld der Tagebaue gefragt oder ob auch das Sümpfungswasser radioaktiv belastet ist.

(NGZ/rl)
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