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Lokalsport
Tigers empfangen heute das Topteam zum Topspiel

Neuss. Spitzenpartie der 2. Basketball-Bundesliga zwischen der TG Neuss und Tabellenführer GiroLive Panthers Osnabrück. Von Dirk Sitterle

Die Tabelle lügt nicht. Der unter Fußballern so beliebte Wahlspruch drückt dem Gastspiel der GiroLive Panthers Osnabrück heute Abend (17.30 Uhr) in der kleinen Elmar-Frings-Sporthalle an der Bergheimer Straße bei den TG Neuss Tigers den schönen Stempel "Topspiel" auf. Schließlich empfängt der Tabellenzweite den Spitzenreiter. Doch wirklich auf Augenhöhe begegnen sich die beiden Teams keineswegs, sagt auch die selbstbewusste TG-Trainerin Janina Pils. Sie betont: "Diesmal sind wir so was von nicht der Favorit."

Nun regiert am Rhein nicht plötzlich der Kleinmut, die Tigers fügen sich bloß der blanken Realität. Die Panthers sind in der Lage, ihren ganz auf die Rückkehr ins Oberhaus ausgelegten Kader, gleich mit fünf Importspielerinnen aus dem befreundeten Ausland zu bestücken.

Das sind: Die vor etwas mehr als einem Jahr von Janina Pils aus dem Quasi-Ruhestand zurück aufs Parkett geholte Dara Taylor. Das von Oberschenkelproblemen geplagte US-Girl, im Trikot der Tigers mit im Schnitt 14,1 Punkten, 5,8 Assists und 3,4 Ballgewinnen die wohl beste Spielmacherin der Liga, legt in Osnabrück in bislang vier Partien 12,0 Punkte, 5,0 Assists und 3,3 Ballgewinne auf, spielte dabei pro Match rund acht Minuten weniger als in Neuss. Ihre 1,87 Meter große Kollegin Jacinda Myers-Sanders aus Florida ist bisher für 6,8 Punkte und 5,0 Rebounds gut. Sie ersetzte noch vor Saisonstart Xylina McDaniel, die mittlerweile ebenso beim Stadt- und Ligarivalen Osnabrücker TB untergekommen ist wie die ehemalige Pantherin N'Dea Bryant. International für Schweden tätig ist Mikaela Gustafsson (10,6 Punkte/7,6 Rebounds), für Montenegros Auswahl auf läuft Milica Milosev, Topscorer der Panthers (12,2 Zähler).

Import Nummer fünf ist Kata Takács aus Österreich, allerdings fällt die 26-Jährige mit einem Kreuzbandriss im Knie noch lange aus. Aus ihrer Zeit in Herne verfügt sie ebenso über Erstligaligaerfahrung wie Ramona Tews (Oberhausen) und Melina Knopp (Osnabrück). Die junge Garde führt Tonia Dölle (19 Jahre) an, sogar erst 17 Jahre sind Jenny Strozyk (7,2 Punkte im Schnitt) und Emily Enochs. Zusammenfassend stellt Janina Pils fest: "In dieser Mannschaft steckt jede Menge individuelle Qualität."

Aber obwohl die Mädels von Trainerin Mario Zurkowski mit makellosen 10:0-Punkten das Tableau anführen, sind die Panthers keineswegs unverwundbar. Dreimal gewannen die vor einem Jahr aus der 1. Bundesliga abgestiegenen Osnabrückerinnen mit weniger als vier Punkten Differenz, gegen Grünberg machte erst Taylors Kunstwurf von kurz hinter der Mittellinie den 67:66-Erfolg perfekt. Auch im Ortsderby gegen die OTB Titans ging es beim 56:55 bis zum Schluss eng zur Sache. Dass der Spitzenreiter seine Kontrahenten nicht mit Karacho aus der Halle schießt, ist für die Neusser Trainerin indes kein Indiz für fehlende Klasse. "Ich werde die Qualität einer Mannschaft nie an der Höhe ihrer Siege festmachen. Wichtig ist, dass sie bereit ist, abzuliefern, wenn es darauf ankommt."

Auch die Tigers sind dazu jederzeit in der Lage - nur nicht konstant. Pils: "Aber vielleicht macht uns diese Unberechenbarkeit auch gefährlich ... Wir haben keinen Druck."

Quelle: NGZ
 
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