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Fotosafari
Auf Tuchfühlung mit den Wildkatzen

Fotosafari: Auf Tuchfühlung mit den Wildkatzen
Gepard und Tierfotografin Tanja Brandt im Nirgendwo Mallorcas. FOTO: Marion Vollborn
Grevenbroich. Für Tanja Brandt ist es völlig normal, mit Tieren unterwegs zu sein. Allerdings sind ihre Begleiter nicht nur gewöhnlicher Art wie Hund oder Katze. Die Grevenbroicherin tanzt mal mit Wölfen, ist unter Geiern oder auf Tuchfühlung mit Riesenadlern. "Für mich ist das nichts Besonderes", sagt die Tierfotografin und Autorin. "Als Kind habe ich schon den ersten Mäusebussard unter meiner Jacke ins Gästeklo geschmuggelt.

Er war von Krähen attackiert worden - am nächsten Tag habe ich ihn zum Tierarzt gebracht. Er kam mit damals so groß wie ein Steinadler vor", lacht sie. Inzwischen lebt die 49-Jährige in einer Falknerei - zusammen mit etwa 40 Vögeln, darunter auch Riesenseeadlern. Vor allem aber ist die umtriebige Tierliebhaberin und Lebenspartnerin des Umweltbeauftragten Norbert Wolf unterwegs, um Tieren zu begegnen.

Ein "cooles Abenteuer" waren ihre Tage mit Wölfen, ebenso faszinierend erlebte sie einen Abstecher in die Nähe Madrids. "Marion Vollborn bietet dort spannende Workshops an, und in einem Naturparadies in Spanien kann man Geparden und Karakale hautnah erleben und fotografieren", erzählt sie über die Zeit. Quasi Tag und Nacht war sie mit den "faszinierenden Wesen" gemeinsam unterwegs, versuchte sie immer mal wieder fotografisch einzufangen.

Geparde, so weiß sie, sind "vom Wesen eher mit Hunden vergleichbar, weniger mit Katzen", erzählt sie über die "sehr umgänglichen Tiere. Pfote geben sie nun gerade nicht, können aber sehr viel Kommandos ausführen." Allerdings folgen die Geparden - natürlich - ihrem eigenen Rhythmus. "Und auch wenn man weiß, dass sie pfeilschnell sind, ist es vollkommen unglaublich, ihre Geschwindigkeit mit eigenen Augen zu erleben.

" Die interessantesten Motive und besten Bilder, sammelt die Tierfotografin und Autorin, übrigens auch für Kinderbücher, zunächst, um daraus womöglich einen Fotoband zu machen. Im Moment arbeitet sie an gleich drei Projekten parallel, unter anderem steht dabei die Abgabe für einen Titel über das Jagd- und Balzverhalten bei Greifvögeln an. Und nach China konnte sie die Rechte an "Wo die Liebe hinfliegt" verkaufen.

"Bei 1,4 Milliarden Chinesen werde ich wohl manche Interessenten haben", hofft sie auf gute Verkaufszahlen, um damit die nächste Fotosafari zu finanzieren. Gerne wären sie noch mal den Wölfen auf der Spur und auch Bären sind Wesen, denen sie gerne fotografischer näher käme. Valeska von Dolega

Quelle: NGZ
 
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