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Schmeddejonge
Gesellschaft mit Schlachtruf "Jood Hammer" wurde aufgelöst

Neuss. Wolfgang Balzer (69) wird in diesem Jahr nicht zum Kappessonntagszug gehen. Vielleicht, sagt der Vorsitzende der KG "Schmeddejonge" a.D., schaue er sich das Treiben bei Center-TV an. Aber am Rand will er nicht stehen, wo er doch jahrzehntelang im Zug mitgefahren ist. "Wir feiern Karneval mit ein paar Freunden", sagt Balzer, der die Karnevalsgesellschaft 1973 mit gründete und nun mit aufgelöst hat.

Die Schmeddejonge, die mit ihrem eigenen Schlachtruf "Jood Hammer" an ihre Gründung in der Schmiede des schon vor Jahren verstorbenen Willi Conrads zurückführten, gehörten nie zu den tonangebenden Gesellschaften unter dem Dach des Karnevalsausschuss Neuss (KA). Nur einmal, in der Session 2004/2005 wollten sie ein Prinzenpaar stellen, wurden aber vom damaligen KA-Präsidium "kalt abserviert", sagt Balzer. Seine Tochter Simone, die damals als Novesia im Gespräch war, stellte sich dem neuen Präsidium beim Neustart als Schriftführerin zur Verfügung. Die Schmeddejonge, die sich regelmäßig in der Gaststätte Lebioda auf der Furth trafen, gehörten im Neusser Karneval zu den eifrigsten Wagenbauern. Ihre Motivwagen schnitten bei den Juroren im Kappeszug immer gut ab. Aber dieser Wagen war am Ende auch das Problem. Denn die Truppe, die in der Session 2014/15 noch aus elf Mitgliedern bestand, zählte im Kern mit Anne Balzer und Jürgen Schwarzkopf nur zwei aktive Wagenbauer. Vor dem Sessionsstart haben die Schmeddojonge deshalb an den Norfer Narren-Club um Hellmut und Iris Gummerbach verkauft. Die werden den Wagen mit den Clownsmotiven im ersten Jahr unverändert lassen. Immerhin. -nau

Quelle: NGZ
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