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Alpen
Engel sorgen für adventliche Stimmung

Alpen. "Haus Sebastian" in Veen spendet Erlös im Gedenken an Charly Schweden fürs Ferienlager. Von Erwin Kohl

"Für unsere Bewohner ist es so gut wie unmöglich, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Da haben wir uns gedacht, machen wir doch selber einen", erklärt Marlene Loth-Lohmann vom Pflegeheim Haus Sebastian die Entstehung des Veener "Engelchenmarktes". Der hatte für Samstag bereits zum sechsten Mal zum vorweihnachtlichen Entschleunigen ein.

Markus Loth ist neben dem Engagement seiner Mitarbeiter besonders stolz auf die Heimbewohner. "Sie haben für heute lange gebacken und gebastelt. Außerdem führen sie einen tollen Rollstuhltanz auf", so der Leiter von Haus Sebastian. Den Erlös an den fünf hauseigenen Ständen von Haus Schöneck (Labbeck) und Haus Sebastian spendet die Familie Brunngraber übrigens in Gedenken an Charly Schweden für das das Veener Ferienlager.

Marlene Loth-Lohmann freut sich darüber, dass sie eine breite Unterstützung aus dem Krähendorf und der Nachbarschaft erfährt: "Das beschert uns unter anderem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit den Veenze Minis oder Ulla van Bebber. Dazu kommen die Tanzflöhe aus Marienbaum, die Hip-Hop-Tanzgruppe und der Posaunenchor aus Sonsbeck und viele mehr. Das ist echt klasse." Auch ans leibliche Wohl wurde gedacht: Das Team um Jochen Grüntjens aus der "Engelchenküche" verwöhnte Besucher mit Leckereien aus der Gulaschkanone und dem beim Markt im Advent obligatorischen Glühwein.

Einmal pro Woche treffen sich die kfd-Frauen zum Kreativabend im Pfarrheim. Dabei entstanden witzige Elche aus Kaminholz, selbst gemachte Liköre und viele kleine Handarbeiten für die Engelchenmarkt-Tombola. Eine pfiffige Idee hatte auch die Lebenshilfe unterer Niederrhein: Ein Schokoladenkuchen im Einwegglas - Rezept inklusive. Der Renner am Stand war aber eindeutig "Wolke Sieben", ein Likör aus der Küche der Lebenshilfe- Werkstätten mit Zutaten wie weiße Schokolade, Sahne und Amaretto.

Wenn's schon einen Weihnachtsmarkt im Dorf gibt, wollte sich auch der Nachwuchs vom Kindergarten St. Nikolaus beteiligen. "Die Kinder haben Seife und Windlichter gebastelt, während ihre Mütter fleißig genäht und gebacken haben", berichtet Erzieherin Monika Heger, die die Produkte mit Mutter Anika Schweden anbot.

Das besondere Flair des Marktes wird durch in wunderschöne Engelkostüme gekleidete Mitarbeiter des Pflegeheims geprägt. Dass sie nach der Frühschicht noch Überstunden dranhängen, stört sie nicht. "Die Bewohner stehen im Mittelpunkt, wir machen das mit Herz und Liebe", sagt Petra Drissen.

Sichtlich Freude bereitet Günter Blank die Rolle des Nikolauses. Der Mitarbeiter des Sozialen Dienstes wird in seinem roten Kostüm mit Rauschebart umlagert - nicht nur von Kindern. "Unsere Bewohner freuen sich riesig. Das ist die Hauptsache. Wenn wir diese Menschen schon nicht zum Weihnachtsmarkt bekommen, machen wir eben selbst einen", so Nikolaus Blank.

Quelle: RP
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