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Baseball
Alligators sind zurück auf Platz zwei

Baseball: Alligators sind zurück auf Platz zwei
Im ersten Spiel gelang den Solingen Alligators gegen die Hannover Regents fast alles. Hier ist Julian Steinberg vor dem Ball an der zweiten Base. n FOTO: Stephan Köhle
Solingen. In überzeugender Manier gewinnen die Solinger Baseballer beide Partien gegen die Hannover Regents mit 12:2 und 3:0. Von Thomas Rademacher

Etwas Sorge hatten die Solingen Alligators vor den beiden Bundesliga-Duellen gegen die Hannover Regents. Mit Jannis Wedemeyer und Heath Gray hatten sich zwei starke Werfer für die Niedersachsen angekündigt. Doch im ersten Duell am Weyersberg kam alles ganz anders. Wedemeyer (krank) stand nicht für die Hannoveraner auf dem Mound. Die Solinger Baseballer bekamen es mit Fabrizio Cagliani zu tun, den sie bereits im vierten Durchgang in beeindruckender Manier knackten.

Bis dahin hatte der Regents-Pitcher die Alligators-Schlagleute einigermaßen unter Kontrolle. Nur Zugang Nolan Lang war es im zweiten Abschnitt gelungen, einen Treffer zu erzielen. Zwei Innings später platzte aber der Knoten. Gerade waren die Gäste in Führung gegangen, da schlugen die Solinger zurück. Daniel Sanchez beförderte den Ball ins Außenfeld, Dominik Wulf wurde von Cagliani abgeworfen, und Julian Steinberg nutzte die Ungenauigkeiten des gegnerischen Werfers ebenfalls für sich, indem er geduldig blieb. Vier Mal erwischte der Ball nicht die Strike-Zone, so dass Steinberg den Freilauf auf die erste Base erhielt, wodurch Sanchez und Wulf aufrücken durften, um die Bases zu laden.

Wayne Ough verwertete die Chance mit einem schönen Schlag auf die linke Seite, auf den Sanchez zum 1:1 nach Hause laufen konnte. Dann kam erneut Nolan Lang an den Schlag. Der US-Amerikaner fackelte nicht lange und feuerte die Kugel über den Zaun im linken Außenfeld. Ein Homerun bei geladenen Bases, ein sogenannter Grand Slam, bringt vier Zähler - und in diesem Fall war es die Vorentscheidung. Die Gäste wechselten auf dem Wurfhügel, doch auch Caglianis Vertretungen konnten die Solinger nicht mehr stoppen. Sanchez, Wulf und Timo Trampert erhöhten auf 9:2. Wiederum Sanchez und der eingewechselte Karsten Schäfer schraubten das Ergebnis im achten Abschnitt sogar auf 11:2 hoch. Für das vorzeitige Ende konnte Lang sorgen. Er war erneut bei geladenen Bases am Schlag. Diesmal schwang er die Keule allerdings nicht. Er kam per Freilauf auf Base, Sanchez durfte damit von der dritten Base zum 12:2 nach Hause joggen. Die Partie war vorbei, weil die Gastgeber mit zehn Punkten Unterschied führten.

Während die Hannoveraner arge Probleme auf dem Wurfhügel bekamen, lieferte Alligators-Routinier André Hughes eine solide Leistung ab. Zwar gab der Werfer einen Homerun an Brandon Worden ab und kam danach durch drei einfache Treffer in Bedrängnis, doch er befreite sich aus der Lage und brachte die Partie in der Folge noch ungefährdet zu Ende.

Noch etwas souveräner warf Wayne Ough im zweiten Duell des Nachmittags. Der Australier knüpfte an sein starkes Debüt in Bonn an und ließ nur vereinzelt gegnerische Treffer zu. Sieben Mal stand ein Regents-Läufer auf Base, doch der 37-Jährige befreite sich stets in aggressiver Manier. Zwölf Strike-outs sprachen für sich. Gleichzeitig verlor Ough niemals die Kontrolle, so dass Hannover nicht ein Mal per Freilauf die erste Base erreichte.

So genügten den Alligators gegen den starken Heath Gray wenige Momente der Effektivität. Zwar gelangen der Mannschaft ebenfalls nur sieben Treffer, doch sie nutzte ihre Chancen. Mit erfolgreichen Schwüngen kamen Wulf und Markus Stryczek auf Base, ein Flugball von David Selsemeyer bedeutete die frühe 1:0-Führung. Im fünften Durchgang kam Selsemeyer erneut auf Base - diesmal per Bunt, also einem nur vom Schläger abtropfenden Ball, den die Gäste nicht kontrollieren konnten. Florian Götze holte ihn mit einem mächtigen Schwung zum 2:0 nach Hause. Das 0:3 handelte sich Hannover - nach einem schönen Schlag von Trampert - durch einen Fehler selbst ein.

Die Alligators sind damit zurück auf dem zweiten Platz in der Bundesliga-Nord. Im Dreikampf mit Hamburg und Paderborn teilten sich die beiden zuvor gleichauf liegenden Konkurrenten am Samstag die Siege.

Quelle: RP
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