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Bergischer HC
Die vier ???? des Bergischen HC

Bergischer HC: Die vier ???? des Bergischen HC
Fabian Gutbrod (Innenbandriss) FOTO: Andreas Fischer Wuppertal/BHC
Solingen. Morgen empfängt der Handball-Bundesligist in der Kölner Lanxess-Arena den THW Kiel. Es könnte Comebacks geben. Von Georg Amend

Über ein Handball-Spiel des Bergischen HC gegen den THW Kiel muss man nicht viele Worte verlieren. Die Rollen sind vor diesem Bundesliga-Duell klar verteilt, der Rekordmeister wird in dieser Begegnung auf lange Sicht stets der Favorit sein. Etwas Besonderes ist die Partie aber natürlich schon, denn immerhin steigt sie morgen (20.15 Uhr) in der Kölner Lanxess-Arena, einem der Sport-Tempel der Republik.

Alexander Hermann (Muskelfaserriss) FOTO: Andreas Fischer Wuppertal/BHC

Und auch die Begleitumstände sind keine gewöhnlichen. Der BHC kommt zwar mit dem Rückenwind, seit drei Spielen ungeschlagen zu sein, aber die personelle Situation ist noch lange nicht wieder die beste. So stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der Sportliche Leiter Viktor Szilágyi zum vierten Mal in Folge das Trikot überstreifen wird. Der 38-Jährige weicht aus: "Wir haben es schon öfter so abgesprochen, dass wir uns diese Option aufrechterhalten." Immerhin könnte es einige Comebacks geben: Zum Beispiel für die mit einem Magen-Darm-Virus zuletzt bei FrischAuf Göppingen fehlenden Christian Hoße und Maximilian Hermann. Beide konnten aber gestern noch nicht wieder ins Training einsteigen. "Da müssen wir abwarten", sagt Szilágyi, der mit Blick auf die linke Rückraum-Position ergänzt: "Bei Fabian Gutbrod und Alexander Hermann besteht eine Rest-Chance, dass sie auflaufen können. Also müssen wir abwarten, wie sich die personelle Situation ergibt, und dann ganz kurzfristig entscheiden."

Maximilian Hermann (Magen-Darm-Virus) FOTO: Andreas Fischer Wuppertal/BHC

Dass der BHC auch ohne sieben ausgefallene Profis zu überraschen weiß, bewies er beim 26:26 in Minden, wo er einen Sieben-Tore-Rückstand aufholte. Die Taktik von Trainer Sebastian Hinze und die Moral des Teams sind die großen Trümpfe, und so sagt der Coach vor dem Duell mit Kiel gelassen: "Wir werden gut gerüstet sein. Wir haben zwei Tage Zeit, einen Plan zu erarbeiten. Wir werden uns so vorbereiten, dass wir die bestmögliche Leistung raushauen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass man nie weiß, wo Punkte warten." In die Karten schauen lassen will sich Hinze freilich nicht. Angesprochen auf die von ihm zuletzt sehr erfolgreich praktizierte Variante, mit sieben Feldspielern anzugreifen, sagt er nur: "Man hilft sich damit, weil man in Überzahl ist. Das wird also wahrscheinlich auch gegen Kiel sehr gut passen."

Christian Hoße (Magen-Darm-Virus) FOTO: BHC

Da Sport 1 die Partie live überträgt, kann Hinze seine taktischen Feinheiten gleich bundesweit aufzeigen. Es ist das erste TV-Spiel des BHC in dieser Saison, und so erklärt Beirat Jörg Föste wenig überraschend: "Von der Reichweite her wird das Mittwoch selbstverständlich eine neue Bestmarke für uns in dieser Saison sein." Wichtig ist ihm noch: "Es bleibt anzumerken, wie sich der Klub mit dieser beispiellosen Verletztenmisere, die fast schon nur mit dem Begriff Plage zu umschreiben ist, auseinandersetzt. Das ist nicht selbstverständlich. Wie Trainer, Mannschaft und auch Viktor das am Rande der mental-physischen Belastbarkeit meistern, ist aller Ehren wert. Dass wir seit Wochen auf der Felge fahren, ist niemandem verborgen geblieben. Wie das kompensiert worden ist, verdient unser aller Hochachtung." Da gibt es wenig hinzuzufügen.

Quelle: RP
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