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Schach
SG Solingen hofft ein wenig auf Bremen

Schach: SG Solingen hofft ein wenig auf Bremen
Pentala Harikrishna (rechts) wird am ersten Brett der SG Solingen sitzen. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Im Duell um die Deutsche Schach-Meisterschaft fordern die Nordlichter den Rekordmeister Baden-Baden. Von Thomas Rademacher

Die SG Solingen will Deutscher Schachmeister werden. Um das zu schaffen, muss die Mannschaft in der Bundesliga ihre restlichen Partien gewinnen. Den Anfang machen der SC Hansa Dortmund und der SV Mülheim Nord an diesem Wochenende. Gleichzeitig hofft das Team von Mannschaftsführer Herbert Scheidt auf einen Patzer des Mitkonkurrenten. Die OSG Baden-Baden trifft mit dem SK Turm Emsdetten und Werder Bremen auf zwei starke Kontrahenten.

Wenn die Saison so weitergeht wie bisher, stehen am Ende die SG Solingen und die OSG Baden-Baden punktgleich an der Spitze. Beide Teams haben alle Kontrahenten bislang geschlagen - nur im direkten Vergleich spielten die Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft remis. Bei Gleichheit der Matchpunkte käme es nach Saisonende zwischen den beiden Mannschaften zu einem Entscheidungskampf, dessen Sieger neuer Deutscher Meister wäre.

Keine Frage, die Solinger sind nah dran. So nah, wie lange nicht mehr. Zehn Jahre hintereinander hat die OSG Baden-Baden gewonnen, befindet sich nun aber unter erheblichem Druck. Der amtierende Meister muss am Wochenende gegen Emsdetten und Bremen bestehen, den Sechsten und Vierten der Tabelle. Die Solinger haben das vergleichsweise leichtere Restprogramm und bekommen es am Samstag mit den abstiegsbedrohten Dortmundern sowie am Sonntag mit den siebtplatzierten Mülheimern zu tun.

"Unsere Hoffnung ist, dass Bremen gegen Baden-Baden richtig stark antritt", frohlockt Scheidt. Und bei der OSG werden ganz sicher drei starke Spieler fehlen. Viswanathan Anand, Levon Aronian und Peter Svidler treten beim am Wochenende in Moskau beginnenden Kandidatenturnier zur Ermittlung des Herausforderers um die Weltmeisterschaft an. Anish Giri von der SG Solingen ist ebenfalls dort dabei, doch die Schachgesellschaft wird stark genug antreten, um ihre beiden Gegner schlagen zu können. "Im Moment laufen eine Menge Turniere. Das betrifft alle Mannschaften", erläutert der Teamchef. "Aber wir werden eine starke Aufstellung haben." In die Karten möchte sich Scheidt nicht schauen lassen, versichert aber, dass Topspieler Pentala Harikrishna am ersten Brett sitzen wird.

Nicht spielen wird auf jeden Fall Erwin L'Ami. Der Niederländer ist mit seinem Landsmann Giri als sogenannter Sekundant nach Moskau geflogen. Er fungiert dort unter anderem als Trainingspartner. "Aber klar, wir wollen beide Duelle gewinnen und sind überzeugt, dass wir das schaffen", sagt Scheidt. "Man munkelt, Dortmund habe finanzielle Sorgen. Deshalb sind sie am letzten Spieltag auch sehr schwach angetreten. Ich hoffe, das machen sie gegen uns auch." Stärker werden die Mülheimer sein. Nach einem grandiosen Start in die Saison, hat die Mannschaft kürzlich aber auch verloren.

Quelle: RP
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