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American Football
"Victor" ist der chinesische Gast der Paladins

Solingen. Lee Kai Ho soll bei der U 19 des Football-Regionalligisten lernen. Morgen geht es nach Münster.

Für die U 19-Junioren der Solingen Paladins steht morgen das zweite Meisterschaftsspiel in dieser Saison der Football-Regionalliga an. Bei den Münster Blackhawks will das Team von Headcoach Jim Yahrling Wiedergutmachung für die schmerzhafte 12:36-Heimpleite zum Saisonstart gegen die Bonn Gamecocks betreiben. Der morgige Kontrahent kam in seinem ersten Spiel der neuen Runde bei den Düsseldorf Typhoons mit 0:62 unter die Räder, die Klingenstädter wollen ihn aber trotzdem nicht unterschätzen und die ersten Punkte einfahren.

Mit am Start in Münster ist Lee Kai Ho, ein Gastspieler aus China. Der junge Mann, den sie bei den Paladins nur "Victor" nennen, spielt seit sechs Monaten American Football bei den Hongkong Warhawks. In den nächsten drei Monaten soll er nun in Deutschland trainieren und lernen. Die Paladins, die über den Düsseldorfer Trainer Steve Tang, dessen Heimat ebenfalls die Metropole Hongkong ist, Kontakt zu Lee Kai Ho bekommen haben, werden den jungen Chinesen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive einsetzen. So wird sich zeigen, wo seine Stärken im Besonderen liegen.

Neben dem Platz war ein Quintett der U 19 der Paladins am vergangenen Wochenende gefordert: Leon Stock, Jonas Lüttger, Tim Nijakowski, Max Ronsorf und Rik Busch waren an der Seite von Cheftrainer Jim Yahrling für die U 16 des Klubs verantwortlich, die Neuss Legion II empfing. Die Gäste waren zwar mit einem 35-Mann-Kader angereist, aber gegen die 19 hochmotivierten Paladins-Spieler hatten sie keine Chance: Am Ende hieß es 16:0 für die Klingenstädter, die zwar einen höheren Sieg verpassten, von ihrem Trainer Yahrling aber trotzdem eine Ehrerbietung bekamen: Der Coach zog sein Cap vor der Leistung der Mannschaft.

Die hatte vor allem defensiv überzeugt, die Abwehr war von der ersten Minute an hellwach und konzentriert, die Neusser Offensive kam so nicht ein Mal gefährlich an die Endzone der Paladins. In der Offensive hakte es dafür bei den Solingern anfangs, ein im zweiten Viertel erzielter Touchdown wurde nicht gegeben, da die Schiedsrichter den Ball nicht über der Linie der Endzone gesehen hatten. Mit dieser Entscheidung waren die Paladins nicht einverstanden.

Sie ließen sich aber auch nicht aus dem Konzept bringen, und spielten ihre Offensive herunter. Mit hervorragenden Laufspielzügen brachte sich die U 16 immer wieder in aussichtsreiche Positionen, ohne sich indes dafür in Form von Punkten zu belohnen. Das holte die junge Truppe aber in den beiden letzten Vierteln nach. Für den ersten Touchdown zeichneten Tim Flöter und Lorenzo Gira verantwortlich, das brachte die ersten sechs Punkte. Und da die Paladins statt mit einem Kick um einen Zähler zu erhöhen auf eine "Two-Point-Conversion" setzten, besorgte Filip Zafirov den 8:0-Zwischenstand. Ähnlich beendeten die Solinger dann auch die Partie: Einen gegnerischen Pass fing Mathis Kugel ab und erzielte mit seinem "Interception-Touchdown" die nächsten sechs Zähler, Gira sorgte mit der zweiten "Two-Point-Conversion" für den Endstand.

(ame)
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