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Lokalsport
"Wir heißen nicht Bayern München"

Solingen. Die Volleys müssen in der zweiten Bundesliga immer 100 Prozent geben. Von Sonja Bick

Der Punktverlust am vergangenen Samstag sei ärgerlich gewesen, gibt Bernd Werscheck zu, ergänzt dann aber, dass es Schlimmeres gebe. Dennoch sei dem Headcoach der Solingen Volleys und vor allem seinen Spielern durch den knappen 3:2-Sieg gegen Delbrück und den damit verbundenen zwei statt drei Zählern deutlich geworden, dass eine Partie in der 2. Bundesliga nicht mit halber Kraft gewonnen werden könne - auch wenn es sich bei den Volleys um den Tabellenführer handelt. Vor allem aber müsse die Einstellung stimmen. Und das war nach der 2:0-Satzführung und dem fast gewonnenen dritten Durchgang nicht unbedingt der Fall. "Unsere einzelnen Elemente wie Aufschlag, Angriff und Annahme waren ja nicht schlecht - sie waren alle durchwachsen. Hier müssen wir wieder konstanter werden und unsere eigenen Fehler abstellen", sagt der 54-Jährige. "Denn wir heißen nicht Bayern München. Wir müssen jedes Mal 100 Prozent geben und kämpfen, wenn wir die drei Punkte haben wollen. Lassen wir auch nur ein bisschen nach, kann uns jeder schlagen."

Das gelte auch für VV Humann Essen, den Gegner morgen (19.30 Uhr, Wolfskuhle). Am vergangenen Wochenende absolvierte der Tabellen-Achte zwei Partien, gewann beide und holte dabei die maximale Ausbeute von sechs Punkten. "Sie sind gut drauf. Ich bin ohnehin ein großer Freund der Essener. Sie machen aus wenig viel und haben eine tolle Jugendarbeit", sagt der Solinger Headcoach vor dem letzten Auswärtsspiel des Jahres.

Neben dem mit 3:0 gewonnenen WVV-Pokalfinale gab es in den vergangenen Monaten einige Freundschaftsspiele gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet - alle wurden von den Solingern gewonnen. "Wir dürfen uns jetzt natürlich nicht zu sicher fühlen", sagt Werscheck und ist damit wieder bei der richtigen Einstellung seines Teams angekommen. Denn es soll unbedingt vermieden werden, dass auf dem Weg Richtung angestrebtem Meistertitel erneut ein Punkt unnötig hergeschenkt wird.

Quelle: RP
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