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Tierisch
Beim Hundetreff des Tierheims kommt die Dankbarkeit zum Ausdruck

Wermelskirchen. Seit vielen Jahren schon vermittelt das Wermelskirchener Tierheim Vierbeiner in ganz Deutschland, die dann meist, für einen Tag im Jahr, mit ihren neuen Besitzern, zum beliebten Hundetreff ins Bergische zurückkehren. Auch vergangenen Sonntag nahmen einige Tierfreunde weite Strecken auf sich, um bei der Zusammenkunft dabei zu sein.

Im Eschbachtal am Grillplatz Altenhammer waren Tierfreunde und ihre Vierbeiner bereits am Vormittag zusammengekommen. Die Verbundenheit zum Heim, der ihnen ihr neues Familienmitglied vermittelt hatte, ist bei vielen so groß, dass sie weite Anreisen, wie aus Hamburg oder Baden-Baden, nicht scheuen, um einfach noch mal ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen und vor Ort die gute Verfassung ihrer treuen Freunde unter Beweis zu stellen. Für die Mitarbeiter des Tierheims und auch für den Vereinsvorsitzenden Günter Leuerer ist es eine Freude, die Früchte einer guten Vermittlungsarbeit zu sehen, auch wenn die Hunde sich bei ihren neuen Besitzern gar nicht mehr an ihn erinnern. "Es ist toll, wenn diese armen Teufel ein schönes Leben bei einer lieben Familie verbringen können."

Vor allem die Beagle aus dem Kölner Modell, Laborhunde, die ihren restlichen Lebensabend in Freiheit verbringen dürfen, seien nach wie vor sehr beliebt bei Hundeliebhabern. Der erste Kontakt entsteht da meist übers Internet. Die Einrichtung ist längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihren Auslandstierschutz, hier werden Hunde aus Rumänien, Ungarn und Spanien aufgenommen, aber auch für ihre Unterstützung des Kölner Modells. Eine gute Internetpräsenz, die Vernetzung über Social-Media-Kanäle seien daher sehr wichtig, sagt der Vorsitzende, auch wenn er sich lange gegen Facebook und Co. gesträubt habe. "Ich habe aber eingesehen, dass es ohne viel schwieriger ist." Nach dem ersten Kontakt übers Netz findet das Treffen statt, bei dem die Mitarbeiter prüfen, ob die Vermittlung langfristig klappen könnte. Durch persönliche Gespräche und gezielte Fragen, sagt Leuerer, offenbare sich ihm sein Gegenüber. "Wichtig ist mir aber auch eine gewisse Emotionalität."

Doch trotz genauer Prüfung, die Vermittlung laufen nicht immer so reibungslos ab wie bei denen, die vergangene Woche den Hundetreff aufsuchten. "Manchmal bleibt es eben nicht aus, dass Mensch und Tier dann doch nicht zusammenpassen." In solchen Fällen nimmt das Tierheim die Vierbeiner wieder auf, bevor sie ausgesetzt werden.

Aktuell leben 22 Hunde, 55 Katzen, Meerschweinchen, Löwenköpfchen und Zwergkaninchen im Tierheim.

(sebu)
 
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