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Wesel
SPD befragt Bauvereins-Aktionärstrio

Wesel. Ende vergangener Woche hatte SPD-Fraktionschef Ludger Hovest vor Journalisten angekündigt, sich an die Verantwortlichen der Volksbank Rhein-Lippe, der Commerzbank und des Glasspezialisten Pilkington zu wenden, um diese im Zusammenhang mit der abgebrochenen Bauvereins-Hauptversammlung im Sommer (RP berichtete mehrfach) auf ihre Verantwortung hinzuweisen. Nun hat Hovest drei ähnlich lautende Briefe verfasst, die der Redaktion vorliegen.

In dem Schreiben an die Voba heißt es beispielsweise, dass die Genossenschaftsbank rechtmäßige Besitzerin von vinkulierten Namensaktien der Bauverein Wesel AG sei. "Ein rechtmäßiger Verkauf oder eine rechtmäßige Übertragung hat bis heute nicht stattgefunden. Ihre Gesellschaft erhält selbstverständlich jedes Jahr die Dividende der Bauverein AG. In der letzten Hauptversammlung ist ein Mensch mit einer Unteruntervollmacht der Volksbank Rhein-Lippe aufgetreten und hat eine zehnprozentige Dividendenzahlung beantragt. Das wurde von den Aktionären abgelehnt. Im Nachgang zur Hauptversammlung wurde erklärt, nun muss Geld fließen." Und dann folgt eine Liste von Fragen. "Warum lassen Sie im Namen der Volksbank Rhein-Lippe so etwas geschehen? In Wesel fragt man sich: Ist die Volksbank Rhein-Lippe fremdbestimmt? Werden Untervollmachten der Volksbank Rhein-Lippe ohne Wissen von Vorstand und Aufsichtsrat eingesetzt? Ist der Vorstand der Volksbank Rhein-Lippe noch Herr im eigenen Haus? Kann er unabhängig die Geschäfte der Bank führen?" Ludger Hovest fordert die Verantwortlichen auf, geeignete Wege zu finden, damit das "unanständige Verhalten gegenüber dem Bauverein, dem Liquidität entzogen wird, aufhört". Alle drei Briefe enden mit dem Hinweis: "Sie sind uns als ein willkommener Aktionär. Bitte teilen Sie mir Ihre Meinung und Ihr zukünftiges Verhalten mit."

(kwn)
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