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Xanten
Stiftsgymnasium: Besuch aus Montenegro

Xanten. Zum offiziellen Empfang im Rathaus war eigens auch Botschafterin Jolicic-Kulis angereist. Von Heinz Kühnen

Niklas Binn ist immer noch total begeistert: "Die Menschen in Montenegro sind freundlich ohne Grenzen und wahnsinnig stolz auf ihr kleines, richtig schönes Land." Der 13-Jährige gehörte zu der Gruppe, die den möglicherweise längerfristigen Schüleraustausch des Stiftsgymnnasiums mit dem Gymnasium Slobodan Skerovic in Podogorica im Herbst vergangenen Jahres eröffnete. Derzeit sind 22 Jugendliche aus der 140 000 Einwohner zählenden Hauptstadt des seit neun Jahren unabhängigen (Urlaubs-)Landes am Mittelmeer zu Gast in Xanten. Und weil es der erste offizielle Austausch einer deutschen mit einer montenegrinischen Schule ist, war auch gleich Botschafterin Vera Jolicic-Kulis aus Berlin zum offiziellen Begrüßungstermin im Rathaus angereist. Die 43-Jährige kennt sich in Deutschland aus, ist in Rheinland-Pfalz als Tochter einer Gastarbeiterfamilie geboren und mit ihr später zurück an die Adria (zurück-)gezogen. Nach einem Jurastudium trat sie in den ausländischen Dienst ein und vertritt seit 2012 offiziell ihr 650 000 Einwohner zählendes Land.

Früh aufstehen musste sie für den Besuch am Niederrhein. Bürgermeister Thomas Görtz hatte es auch nur gerade noch aus der Partnerstadt Saintes zurückgeschafft, und Schulleiter Franz-Josef Klaßens Auto war zuvor in Amsterdam "gestrandet", wohin er mit seinen Kollegen aus Südeuropa gefahren war.

Schöne Geschichten, die Predrag Krunic da übersetzen konnte. Derzeit besucht bereits dessen zweiter Sohn die Europaklasse am Xantener Gymnasium - letztendlich der Auslöser für die Begegnungen der Schüler, die richtig gut anlaufen, wie Schulleiter Radisa Scenic sowie die Xantener Lehrer Beate Scholten und Thomas Scharfschwerdt ausdrücklich hervorhoben.

Geocaching, APX, Köln - ein umfangreiches Programm steht noch bis Samstag an. Und vielleicht, so regte Direktor Klaßen an, wird ja auch noch eine Städtepartnerschaft zwischen der Hauptstadt Montenegros und der "Hauptstadt des Niederrheins" (Görtz) daraus. Niklas Binn kann sich das gut vorstellen, zumal: "Podgorica ist eine klasse Stadt, liegt auch nur eine Autostunde vom Meer entfernt." Und: "Das ist eine ganz andere Welt, die haben da alle die Ruhe weg, richtig toll."

Quelle: RP
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