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Xanten
Um die Wette rennen mit Willi Wülbeck

Xanten: Um die Wette rennen mit Willi Wülbeck
Willi Wülbeck vorweg - und 72 junge Sportler hinterher: So sieht es aus, wenn die Kinder für ihre Klassenkasse laufen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Der Weltklasse-Läufer ist das Gesicht des Innogy-Laufs. Der 62-Jährige bringt die Xantener Schüler auf Trab. Von Heinz Kühnen

Seit 1983 hält Willi Wülbeck den deutschen Rekord über 800 Meter. Bei der Weltmeisterschaft in Helsinki holte sich der Weltklasse-Läufer den Titel nach zwei Stadion-Runden in einer Zeit von 1:43,65 Minuten. Eine Zeit, die bis zu 14 Jahre alte Schüler seit 2007 vergeblich jagen.

Auch in Xanten. Im TuS-Stadion kam jüngst die Staffel des Stiftsgymnasiums dem Ziel beachtlich nahe. Wülbeck ist das das Gesicht des Innogy-(früher RWE-)Staffellaufs. Im Sommer reist der inzwischen 62 Jahre alte Oberhausener von 400-Meter-Bahn zu 400-Meter-Bahn, um Schüler auf Trab zu bringen. In Xanten waren es diesmal 72.

Nur 72. "Die Zahl der Grundschulen ist gesunken, die Hauptschule ist weg und die Realschule hat nur noch eine Klasse, deren Schüler für die Leichtathletik-Reihe aber zu alt sind", erklärte TuS-Vorsitzender Heinrich Gundlach, der dem Teilnehmer-Schwund gern ein Ende bereiten will. Gundlach: "Ich denke, wir sollten Alpen und Sonsbeck mit an Bord holen, die beiden Kommunen haben sonst wegen der zu geringen Zahl von Schulen ohnehin keine Chance teilzunehmen."

Ob die dann dem Stiftsgymnasium das Wasser reichen können, ist die Frage. Dessen Schüler (sechs Läuferinnen und zwei Läufer!) ließen in der Gruppe der Zwölf- bis 14-Jährigen wieder einmal aufhorchen. Die Staffel, die den 2015 und 2016 erreichten NRW-Finaltitel auch nun wieder an die Johannes-Janssen-Straße holen will, legte mit 1:48,02 eine fabelhafte Zeit hin, die bisher bei allen Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen noch nie erreicht wurde. Zwar war Wülbecks Zeit einmal sogar geknackt worden. Doch zu Zeiten des Berleburger Laufsiegs gab es noch keine Altersbeschränkung. Wobei: "Ich denke, dass die Acht beim Finale am 11. Juli in Rheine noch gut drei bis vier Sekunden drauflegen können", urteilte Gundlach. Wobei auch die Gesamtschule Xanten/Sonsbeck durchaus aller Ehren wert war. 1:52,05 - das lässt sich sehen. Die zweite Gesamtschulmannschaft kam mit 2:00,02 ins Ziel. Und glaubt man den Zeitnehmern, war die zweite Staffel des Stiftsgymnasium mit 2:00,07 auf Platz vier. Fotofinish am Fürstenberg...

Bei den Grundschulen sicherte sich die erste Staffel der Lüttinger Hagelkreuzschule den Sieg (2:17,88). Dafür gab es - wie für die Stiftsgymnasiasten - vom Energiedienstleiter 100 Euro "für die Klassenkasse". Die Viktorschule landete mit guten 2:18,36 Minuten auf Platz zwei.

Quelle: RP
 
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