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UN-Menschenrechtsrat
Zivilisten in Syrien trotz Sicherheitszonen in großer Gefahr

Syrien: Zivilisten trotz Sicherheitszonen in großer Gefahr
Rauch steigt nach einem Luftangriff am 14. Juni 2017 über der syrischen Stadt Daraa auf. FOTO: afp
Genf. Das Leid der Bevölkerung Syriens ist auch sechs Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs dramatisch. "Die Kämpfe bleiben brutal in ihrer Absicht und verwerflich in ihrer Methode", sagte der Leiter der Syrien-Kommission, Paulo Pinheiro, am Mittwoch vor dem Menschenrechtsrat in Genf.

Die UN konnten dieses Jahr erst eine einzige der dringend benötigten Hilfslieferungen in eine der Sicherheitszonen bringen, wie er sagte. Außerhalb der Deeskalationszonen tobe der Konflikt mit verheerenden Konsequenzen für die Zivilisten weiter. Attacken gegen Ärzte und Kliniken haben laut UN genauso wenig aufgehört wie Selbstmordattentate oder Luftangriffe auf Wohnviertel.

Bisher gab es 400.000 Todesopfer

Während die Gewalt in den Sicherheitszonen im Gebiet von Idlib und West-Aleppo reduziert werden konnte, stehen andere Gegenden weiter unter Beschuss. Die Feindseligkeiten gegen die Bevölkerung gingen in der Provinz Homs sowie in den Städten Damaskus und Daraa unvermindert weiter.

Moskau hatte mit den Regionalmächten Türkei und Iran im Mai Sicherheitszonen sowie eine Feuerpause in Syrien vereinbart. Dies sollte der Anfang für eine stabile Waffenruhe sein, um letztlich ein Ende des Bürgerkrieges und eine politische Lösung für Syrien zu erreichen. Trotzdem kommt es immer noch zu Kämpfen und Luftangriffen.
Bisher hat der Krieg mehr als 400.000 Tote gefordert.

(isw/dpa)
 
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