| 13.41 Uhr

Asylbewerber
Jeder zehnte Flüchtling kommt nicht in Unterkunft an

Fotos: So lernen Flüchtlinge das Leben in Düsseldorf kennen
Fotos: So lernen Flüchtlinge das Leben in Düsseldorf kennen FOTO: Endermann, Andreas
Berlin. Nach der Registrierung in Deutschland kommen einem Medienbericht zufolge viele Flüchtlinge nicht in ihrer vorgesehenen Unterkunft an. Im vergangenen Jahr habe der Anteil bei 13 Prozent gelegen.

Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Mögliche Gründe seien die Weiterreise in andere Länder oder das Untertauchen in die Illegalität. Es gehe um mehr als 130.000 Personen.

Staaten halten sich nicht an Abkommen

Der "SZ" zufolge gelingt es Deutschland auch immer seltener, Flüchtlinge an die eigentlich zuständigen EU-Staaten zu schicken. Die Behörden hätten bei jedem zehnten Asylbewerber eine Anfrage an einen EU-Partner gestellt, diesen zurückzunehmen. 2014 sei es noch jeder fünfte gewesen.

Nach dem Abkommen von Dublin ist eigentlich der Staat für einen Asylbewerber zuständig, in dem er zuerst den Boden der EU betrat. Viele Staaten, etwa Griechenland, halten sich daran aber nicht.

(lukra/REU)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Jeder zehnte Flüchtling kommt nicht in vorhergesehener Unterkunft an


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.