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Leipzig/Köln
ARD fordert Ausgleich für WDR-Werbeausfall

Leipzig/Köln. Angesichts der vorgesehenen Werbebeschränkungen beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) fordert die ARD einen vollständigen Ausgleich der Ertragsausfälle. Man habe die Veränderungen bei der Radiowerbung bei der für die Ermittlung des Finanzbedarfs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zuständigen Kommission (KEF) angezeigt, sagte die ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin Karola Wille in Leipzig. Die Einschränkungen müssten bei der Berechnung des Rundfunkbeitrags vollständig kompensiert werden.

Im WDR wird ab 2017 die Werbung im Radio drastisch gekürzt. Dem neuen WDR-Gesetz zufolge soll dann Werbung nur noch in zwei Programmen mit maximal 75 Minuten täglich erlaubt sein. Derzeit sind es 90 Minuten in drei Programmen. Von 2019 an sollen nur noch maximal 60 Minuten Werbung in einem einzigen Programm möglich sein. Dies habe wegen der überregionalen Zusammenarbeit bei der bundesweiten Vermarktung von Hörfunkwerbung auch Auswirkungen auf die anderen ARD-Anstalten, erklärte Wille. WDR-Intendant Tom Buhrow hatte die Entscheidung des Düsseldorfer Landtags aus der vergangenen Woche kritisiert. Er sprach von einem "fatalen Signal" und einer "kurzsichtigen Entscheidung", die ein zusätzliches Loch in die Finanzplanung des Senders reiße. Die Werbebeschränkung zwinge zu weiteren schmerzhaften Kürzungen.

(epd)
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