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Essen
Blitz schlägt bei Fußballspiel ein

Hoppstädten in NRW: Blitz schlägt bei Fußballspiel ein
FOTO: dpa, nar cul
Essen. Mehr als 30 Menschen wurden in Rheinland-Pfalz verletzt. Unwetter brachten auch Hagel und Regen.

Unwetter mit dramatischem Ausgang: Bei einem Blitzschlag auf einem Fußballplatz in Hoppstädten (Rheinland-Pfalz) wurden 33 Menschen verletzt, darunter 29 Kinder. Nach Angaben von Zeugen soll der Blitz buchstäblich aus heiterem Himmel gekommen sein, als das Spiel von zwei E-Jugend-Mannschaften gerade abgepfiffen wurde. Über die genaue Wetterlage gab es aber unterschiedliche Angaben.

"Einige Kinder wurden zu Boden geschleudert", sagte ein Augenzeuge. Sie hätten zum Teil über Herzschmerzen und Brechreiz geklagt. Am schwersten verletzt worden war laut Polizei ein 45 Jahre alter Betreuer, der einen Herzkreislauf-Stillstand erlitten hatte. Er war von Ersthelfern bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederbelebt worden. Zu den verletzten Erwachsenen gehören auch der Schiedsrichter und zwei weitere Männer. Viele Kinder waren wegen Auffälligkeiten am Herzen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei hatte in der Nacht die Verletztenzahl leicht nach unten korrigiert.

Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz richteten die Unwetter in Deutschland erhebliche Schäden an. Dicke Hagelkorn-Schichten mussten am Wochenende mancherorts mit Schneepflügen von Straßen geräumt werden - zum Beispiel in Wiesbaden oder in manchen Regionen im Erzgebirge.

Der Frühling verabschiedete sich auch in Nordrhein-Westfalen launisch mit Blitz, Donner und heftigen Regenfällen. So heftig wie in anderen Bundesländern waren die Unwetter am Wochenende in NRW aber nicht. Gestern Abend sollte es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge vor allem im Süden des Landes noch mal ordentlich nass werden. Auch vereinzelte Gewitter wurden in der Nacht noch erwartet.

Schwere Gewitter mit Starkregen waren am Samstagnachmittag vor allem im Osten Nordrhein-Westfalens niedergegangen. Laut DWD war vor allem der südliche Kreis Höxter von Unwettern betroffen. Dabei seien stellenweise bis zu 52 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bereits am Freitag waren Unwetter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen - besonders stark tobte das Gewitter mit viel Regen in der Eifel: Keller liefen mit Wasser voll, vereinzelt stürzten Bäume um. Ein Blitzeinschlag sorgte am Kölner Hauptbahnhof für Zugverspätungen. Berichte in sozialen Netzwerken über einen Tornado im Kreis Düren konnte der DWD aber nicht bestätigen: Bilder zeigten dramatische Wolkenformationen. Als Tornado sei ein Wolkenschlauch aber erst dann zu bezeichnen, wenn er den Boden berühre und Schäden anrichte.

Auch in der kommenden Woche soll Tief "Elvira" Gewitter, Schauer und Windböen bringen.

(dpa)
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