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Festnahmen im Flüchtlingslager
17 Menschen im Flüchtlingslager Idomeni festgenommen

Idomeni: 17 Personen im Flüchtlingslager festgenommen
FOTO: Finsterer
Athen. Auf der Suche nach freiwilligen Helfern, die Gerüchte über eine Grenzöffnung verbreitet haben sollen, hat die Polizei in Idomeni am Dienstag 17 Menschen festgenommen. Einem Deutschen wird Waffenbesitz vorgehalten.

Im Flüchtlingslager Idomeni sind 17 Personen festgenommen worden, die meisten davon Ausländer. Fast alle kamen ohne weiteres wieder frei, doch einem Deutscher wurde nach dem Fund eines Messers Waffenbesitz vorgehalten, wie die griechische Polizei am Dienstag mitteilte.

Freiwillige Helfer sollen Gerüchte verbreitet haben

Die Polizei war bei dem Einsatz auf der Suche nach freiwilligen Helfern, die in dem Lager Gerüchte über eine bevorstehende Grenzöffnung gestreut haben könnten.

In dem Camp war es am Wochenende zu Krawallen gekommen, als hunderte Flüchtlinge versuchten, sich gewaltsam einen Weg über die Grenze nach Mazedonien zu bahnen. Die griechische Regierung vermutet, dass Freiwillige die Menschen aufgestachelt haben.

11.000 Menschen warten in Idomeni auf die Grenzöffnung

Unter den Festgenommenen waren Deutsche, Österreicher, Schweden, Portugiesen und zwei Griechen, ein in Griechenland lebender Palästinenser und ein Syrer.

In dem Camp harren rund 11.000 Menschen aus, die seit Wochen auf Durchlass in Richtung Norden hoffen. Anfang März hatte Mazedonien die Grenze für Flüchtlinge abgeriegelt. Seitdem kursieren immer wieder Gerüchte, die Grenze werde doch geöffnet.

 

(tak/ap)
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