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Keine Ermittlungen gegen BASF & Daimler
Türkische Terrorliste angeblich nur Missverständis

Türkische Terrorliste angeblich nur "Kommunikationsproblem"
Der türkische Staatspräsident Erdogan (l.) unterschreibt im Beisein des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim ein Dokument. FOTO: dpa, LP lis abl
Berlin. Die Türkei hat die umstrittene Liste mit knapp 700 Unternehmen - darunter Daimler und BASF -, die der Terrorismusfinanzierung bezichtigt wurden, zurückgezogen. Ankara sprach von einem "Kommunikationsproblem".

Die Türkei ermittelt nach Darstellung des Bundesregierung nicht gegen deutsche Unternehmen wegen des Verdachts terroristischer Unterstützung. 

Dies habe der türkische Innenminister am Montagmorgen in einem Telefonat mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mitgeteilt, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

Der türkische Innenminister habe von einem "Kommunikationsproblem" gesprochen. Er habe versichert, dass weder türkische Behörden in der Türkei noch in Deutschland gegen Unternehmen ermittelten, die auf einer Liste aufgeführt worden seien.

Bitte an das BKA "förmlich zurückgezogen"

Zudem habe die Interpol-Stelle in Ankara am vergangenen Samstag die ursprüngliche Bitte an das BKA "förmlich zurückgezogen", zu diesen Unternehmen verschiedene Informationen zuzuliefern.

"Das nehmen wir als Klarstellung zur Kenntnis", sagte de Maizières Sprecher. Insbesondere sei zu begrüßen, dass das Unterstützungsersuchen zurückgezogen worden sei. Weitere Vorwürfe seien ihm nicht bekannt.

 

(dpa/csr)
 
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