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Bundeswehr
Bundestag weitet Einsatz in Afghanistan aus

Dezember 2013: Von der Leyen in Afghanistan
Dezember 2013: Von der Leyen in Afghanistan FOTO: dpa, Maurizio Gambarini
Berlin. Der Bundestag hat den Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan gestoppt. Mit großer Mehrheit beschloss das Parlament am Donnerstag die Aufstockung der Bundeswehrtruppe am Hindukusch von 850 auf bis zu 980 Soldaten im nächsten Jahr.

480 Abgeordnete stimmten dafür, 112 dagegen, 10 enthielten sich. Das entspricht einer Zustimmung von 79,7 Prozent.

Ursprünglich war geplant, dass die internationalen Truppen sich schon 2016 in die Hauptstadt Kabul zurückziehen. Jetzt sollen 12.000 Soldaten aus mehreren Dutzend Ländern über das ganze Land verteilt bleiben. Grund ist die angespannte Sicherheitslage in dem Bürgerkriegsland. Ein Zurück zum 2014 beendeten Kampfeinsatz soll es aber nicht geben. Der Auftrag der Soldaten bleibt auf Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte beschränkt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach der Verlängerung des Afghanistan-Mandats seine Haltung gegenüber Flüchtlingen aus dem Land bekräftigt. Der Exodus aus Afghanistan dürfe so nicht fortschreiten, erklärte de Maizière am Donnerstag in Berlin. Es werde so viel investiert, um das Land zu stabilisieren. "Wir dürfen nicht zulassen, dass von dort so viele junge begabte Männer fliehen", so der Innenminister. Stattdessen müsse alles dafür getan werden, um sie zu einer Rückkehr zu bewegen.

(dpa)
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