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Flüchtlingskrise
Seehofer: Verhalten Österreichs belastet Beziehungen

CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert Österreich in der Flüchtlingskrise
FOTO: dpa, mum fpt
Berlin. Österreich koordiniert den Zustrom von Flüchtlingen an den Grenzen zum Süden und Osten Bayerns nur mangelhaft, kritisiert Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Jetzt sieht er Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Pflicht.

"Dieses Verhalten Österreichs belastet die nachbarschaftlichen Beziehungen", sagte der CSU-Vorsitzende der "Passauer Neuen Presse". Es sei nun Merkels Aufgabe, mit der Regierung in Wien zu sprechen. "Sie hat ja mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann am 4. September eine Entscheidung getroffen, die die Politik der offenen Grenzen eingeleitet hat. Das kann und muss die Bundeskanzlerin beenden", sagte Seehofer.

Der Schlüssel liege bei Merkel und Faymann. "Sie müssen diese Praxis beenden", verlangte Seehofer. Dazu genüge ein Telefonat. "Als die Grenze am 4. September durch die Bundeskanzlerin und den Bundeskanzler geöffnet wurde, hatte auch ein Telefonat genügt", sagte Seehofer.

Er bekräftigte seine Forderung nach einer Steuerung und generellen Begrenzung des Flüchtlingszustroms. Das unabgestimmte Durchwinken von Flüchtlingen auf der sogenannten Balkanroute müsse sofort beendet werden, forderte Seehofer.

(hebu/REU)
 
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