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SPD-Mitgliederentscheid in 11 Tweets
Von No-Groko-Touren, SPD-Toastern und alten Parteibüchern

SPD-Mitgliederentscheid 2018 in 11 Tweets
Am Sonntag soll das Ergebnis feststehen. FOTO: dpa, tba
Düsseldorf. Am Freitag endet der SPD-Mitgliederentscheid. Dann könnte die große Koalition mit der Union stehen - oder auch nicht. Wir blicken in Form von Twitter-Eindrücken zurück. Von Sebastian Esch

Als klar war, dass SPD und Union über eine große Koalition verhandeln, war der Sturm der Entrüstung bei vielen Mitgliedern der Sozialdemokraten groß. Seitdem ist viel passiert: Juso-Chef Kevin Kühnert kritisierte die eigene Partei, Martin Schulz sollte Außenminister werden und trat dann zurück. Andrea Nahles soll SPD-Chefin werden und CDU-Mann Jens Spahn neuer Gesundheitsminister. Wir zeigen den Weg zum Mitgliederentscheid in elf Tweets.

1. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen von SPD und Union entschließt sich Kevin Kühnert zu einer großen No-Groko-Tour, um neue Miglieder anzuwerben, die gegen die erneute Koalition stimmen.

2. Der Erfolg ist beachtlich. Mehr als 24.000 neue Mitglieder sind seit Jahresbeginn zu verzeichnen - auch dank Kühnert. Der verlangt als Belohnung gar nicht viel.

3. Für den Mitgliederentscheid schickt die Partei mehr als 400.000 Briefe an die Mitglieder. Der Inhalt sorgt für Diskussionen.

4. Es gibt aber nicht nur negative Stimmen. Viele sind auch froh, dass eine Mehrheit über die Entscheidung der Partei abstimmen darf.

5. Vor allem gibt es aber Stimmen, die gegen eine große Koalition wettern. Teils mit interessanten Vergleichen.

6. Als die SPD-Doppelspitze um Andrea Nahles und Olaf Scholz bekannt wird, gibt es eine neue Welle der Entrüstung. 

7. Weiterer Ärger entsteht, als Angela Merkel die Ernennung von Jens Spahn als Gesundheitsminister bekannt gibt.

8. Die Suchvorschläge bei Google sprechen ebenfalls Bände über die Anfragen der Nutzer.

9. Am 20. Februar startet dann der Mitgliederentscheid. Die SPD-Mitglieder können per Briefwahl abstimmen. Die Jusos nutzen das und rufen noch einmal zu einem Nein-Votum auf.

10. Zum Abschluss wagt dieser Nutzer eine Prognose für die SPD 2068, sollte es zur Groko kommen.

11. Und dann war da ja noch die "Miomiogate"-Affäre. Die "Bild" war auf einen Fake-Bericht des Satiremagazins "Titanic" hereingefallen, wonach Kevin Kühnert mit einem Mann namens Juri, eine Schmutz-Kampagne gegen den ehemaligen SPD-Chef Martin Schulz plant. Dafür gab es Hohn und Spott von den Sozialdemokraten. Eine Stellungnahme von Kühnert gab es dazu nicht, allerdings einen Tweet.

 
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