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Rom
Mehr als 6000 Flüchtlinge vor Libyen gerettet

Rom. Vor der libyschen Küste sind am Montag an einem einzigen Tag nach Angaben der italienischen Küstenwache 6055 Bootsflüchtlinge aufgegriffen worden. Sie waren auf 32 Schlauchbooten, fünf Kähnen und zwei Flößen unterwegs, wie die Küstenwache mitteilte, die die Rettungsaktion im Seegebiet rund 55 Kilometer vor Tripolis koordinierte.

Laut Küstenwache konnten neun Menschen nur noch tot geborgen werden. Der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Italien gab die Gesamtzahl der Geretteten mit "über 6090" an. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, zwei gerettete Frauen hätten in der Nacht zum Dienstag auf einem Küstenwachschiff Kinder zur Welt gebracht.

An dem Einsatz waren drei Schiffe der Küstenwache, zwei der italienischen Marine, je eines der EU-Mission Eunavformed und der Grenzschutzagentur Frontex sowie Schiffe diverser Hilfsorganisationen beteiligt. Am selben Tag wurde auf der italienischen Insel Lampedusa der dritte Jahrestag eines Schiffsunglücks mit 366 Toten am 3. Oktober 2013 begangen.

(dpa)
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