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Schotten dicht

Auf dem Balkan werden die Grenzen geschlossen, während die Türkei unverdrossen weitere Flüchtlinge über die Ägäis schickt. Griechenland könnte schon in wenigen Tagen unter dem Ansturm kollabieren, der umso stärker wird, je mehr sich die Nachricht von einer bevorstehenden Schließung der Balkan-Route herumspricht. Damit ist schon vor dem geplanten europäisch-türkischen Gipfel Anfang März klar, dass die Zeit für die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel abgelaufen ist. Deren Logik erschloss sich ja auch nur mühsam: Die EU-Grenzen werden zwar offen gehalten, die Flüchtlinge aber von der türkischen Polizei aufgehalten. Von Matthias Beermann

Nun heißt es wieder, kein Zaun könne Flüchtlingsströme stoppen. Als handele es sich um Lemminge und nicht um intelligente Menschen, die sehr wohl die Erfolgschancen einer Flucht abwägen. Die allermeisten dieser Migranten wollen nicht nach Griechenland, wo es ihnen wohl kaum besser erginge als in der Türkei. Sie wollen nach Deutschland. Das bedeutet: Wenn überhaupt, könnte nur ein Stoppsignal aus Berlin den Zustrom wirklich bremsen.

Quelle: RP
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