| 09.12 Uhr

Rio De Janeiro
Beachvolleyballerinnen stürmen ins Finale

Rio De Janeiro. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst lassen Brasilien im Halbfinale keine Chance und haben Silber schon gewonnen.

Das beste deutsche Beachvolleyball-Duo greift nach Olympia-Gold. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst besiegten die Brasilianerinnen Larissa/Talita im Halbfinale nach einer beeindruckenden spielerischen wie taktischen Leistung mit 2:0 (21:18, 21:12) und zogen als erstes europäisches Frauenteam ins Endspiel bei Olympischen Spielen ein.

Nach ihrem sechsten Sieg im sechsten Spiel an der Copacabana haben Luwig/Walkenhorst die Silbermedaille bereits sicher - eine historische Leistung. "Das ist so geil, es hat alles geklappt", sagte Ludwig, und ihre Kollegin ergänzte: "Ich kann es noch gar nicht in Worte fassen, erst beim Matchball habe ich realisiert, es kann jetzt nichts mehr passieren."

"So stark habe ich sie noch nie gesehen", sagte der Olympiasieger von 2012, Julius Brink. "Ich bin vollauf begeistert." Nach starkem ersten Satz zeigten die beiden Deutschen vor allem im zweiten Durchgang Beachvolleyball vom Feinsten. Ludwig überzeugte mit spektakulären Rettungstaten, Walkenhorst schmetterte den Brasilianerinnen einen Ball nach dem anderen um die Ohren.

Das Finale der Deutschen steigt in der Nacht zu Donnerstag um 5 Uhr. Gegner ist entweder das amerikanische Duo Kerri Walsh Jennings und April Ross oder Agatha/Barbara (Brasilien). Das zweite deutsche Duo Karla Borger und Britta Büthe hatte im Achtelfinale gegen Larissa/Talita verloren. Das einzige deutsche Männer-Team Markus Böckermann und Lars Flüggen war nach der Gruppenphase ausgeschieden.

"Das Wichtigste wird sein, dass wir uns auf uns konzentrieren, egal, wer da steht", sagte Ludwig vor der Partie gegen die topgesetzten Gastgeber. "Wir müssen an uns glauben, unserer Stärke vertrauen."

Genau dies taten die beiden Hamburgerinnen und ließen sich auch durch das heißblütige Publikum nicht aus der Ruhe bringen. Selbst ein 11:14-Rückstand brachte Ludwig/Walkenhorst nicht aus dem Konzept, nach 21 Minuten verwandelten sie ihren zweiten Satzball. Dabei hing der Traum des deutschen Vorzeige-Duos von einer olympischen Medaille vor knapp zwei Jahren am seidenen Faden. Pfeiffersches Drüsenfieber lautete die Diagnose bei Walkenhorst, dem vorzeitigen Saisonende folgten beschwerliche Monate der Genesung. Ehe es die nächste bittere Diagnose gab: Knieverletzung, Operation, Pause. Jetzt aber können die beiden am berühmtesten Strand der Welt in die Fußstapfen von Brink und Jonas Reckermann treten. Sie hatten vor vier Jahren in London sensationell die Goldmedaille geholt.

(sid)
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