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Formel 1
Räikkönen bleibt bis 2017 Vettels Kollege bei Ferrari

Porträt: Kimi Räikkönen – der "Iceman"
Porträt: Kimi Räikkönen – der "Iceman" FOTO: dpa, da ss
Silverstone. Das Fahrerlager in Silverstone war noch so gut wie leer, als gestern um kurz nach 9 Uhr die knappe Mitteilung von Ferrari kam: Kimi Räikkönen (36) wird auch 2017 an der Seite des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel für die Scuderia fahren.

Damit steht das Fahrerkarussell der Formel 1 still, die Plätze bei den Topteams Mercedes, Red Bull und Ferrari sind vergeben. Auch Force India teilte mit, dass Nico Hülkenberg (Emmerich) und Sergio Perez (Mexiko) im kommenden Jahr im Cockpit sitzen werden.

Vettel hatte zuletzt mehrfach betont, dass er sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit seinem Freund Räikkönen freuen würde. "Kimi und ich sind vielleicht das unproblematischste Team im gesamten Fahrerlager", sagte der Heppenheimer. Vettels Haltung ist klar: Räikkönens Zeit als Alphatier der Formel 1 ist lange vorbei, der wortkarge Finne ist für den ambitionierten Vettel ein kongenialer Partner.

Räikkönen dürfte bereits seit Längerem gewusst haben, dass er im dann vielleicht letzten Jahr seiner Karriere in einem roten Auto sitzen wird. Mit der ihm eigenen ausdruckslosen Gelassenheit hatte der Finne, 2007 der bislang letzte Weltmeister in einem Ferrari, die Spekulationen verfolgt und sich mit Aussagen stets klug zurückgehalten. "Zuletzt sind die Medien ziemlich respektlos mit Kimi umgegangen", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene: "Aber er ist ein exzellenter Arbeiter und hat eine herausragende Beziehung zu Sebastian Vettel. Sie arbeiten sehr gut zusammen für das Team." Die Fahrer seien nicht das Problem: "Wir müssen das Auto verbessern."

Mit seinem Auto zufrieden ist Lewis Hamilton. Der Engländer fuhr im Mercedes am Vor- und Nachmittag jeweils Bestzeit. Teamrivale Nico Rosberg war beim zweiten Training nur Zuschauer. Er saß in der Box und sah seinen Mechanikern zu, die ein nicht identifiziertes Problem an seinem Auto zu lösen versuchten. Heute, im Qualifying ab 14 Uhr, soll sein Auto wieder laufen. Nach neun der 21 Rennen führt Rosberg mit elf Punkten vor Hamilton.

Vettel liegt als Dritter schon 57 Punkte zurück.

(sid)
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