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Bayer Leverkusen
Bayer 04 lässt zu viele Chancen liegen

Calhanoglu versenkt Freistoß gegen Zieler
Calhanoglu versenkt Freistoß gegen Zieler FOTO: dpa, pst lre
Leverkusen. Am Mittwochabend soll in der Bundesliga gegen Mainz (20 Uhr/Live-Ticker) nach drei Spielen ohne Tor die Wende gelingen. Von Patrick Scherer

Seit 342 Minuten warten die Fans der Werkself darauf, in der Bundesliga wieder ein Tor bejubeln zu dürfen. Das bisher letzte Mal war dies am zweiten Spieltag nach 18 Minuten im Spiel in Hannover nach Hakan Calhanoglus Freistoß der Fall. Seither mussten die Anhänger drei Spiele ohne Glücksschreie verfolgen. Dabei blieb ihnen der Jubel mehrmals im Halse stecken, denn es ist keineswegs so, dass Leverkusen keine Gelegenheiten hatte, einen Treffer zu erzielen. "Wir wissen, dass wir unsere Chancen besser nutzen müssen", sagt Trainer Roger Schmidt vor dem Spiel heute Abend (20 Uhr/Live-Ticker) gegen den FSV Mainz 05.

Einer, der beim 0:3 in Dortmund am Sonntag für Erlösung im Gästeblock hätte sorgen können, war Javier "Chicharito" Hernández. Für elf Millionen Euro kam der mexikanische Stürmer, dessen Markenzeichen eigentlich der eiskalte Torabschluss ist. Bei der Borussia versagten ihm zwei Mal frei vor dem gegnerischen Tor die Nerven. Das ist natürlich auch Schmidt nicht entgangen: "Wir sind zwei Mal alleine vor dem Torwart gewesen, das muss dann vielleicht auch mal auswärts reichen, um etwas mitzunehmen."

Calhanoglu staubt eiskalt zum 1:0 ab FOTO: dpa, fg axs

Bereits gegen Darmstadt (0:1) und in der Champions League gegen Bate Borissow, als Chicharito ein Tor zum 4:1 beisteuerte, vergab der 27-Jährige hochkarätige Möglichkeiten. Kein Grund zur Panik für Schmidt: "Ich denke er hat genug Selbstvertrauen, dass das keine Spuren hinterlässt. Gute Stürmer zeichnet es aus, dass sie solche Dinge sehr schnell abhaken können und beim nächsten Mal wieder ihre Klasse aufblitzen lassen", sagt der Trainer und fokussiert sich darauf, dass es ein positives Zeichen ist, dass der Mexikaner überhaupt zu den Chancen gekommen sei.

In Dortmund stürmte Chicharito, der derzeit als Angreifer Nummer eins gesetzt scheint, neben Stefan Kießling. Aber nur eine Halbzeit lang, dann rückte Karim Bellarabi - wie schon gegen Borissow - in die vorderste Reihe. "Ich fand, dass Kies nicht so gut im Spiel war, sich nicht gegen die beiden Innenverteidiger durchsetzen konnte", erklärte Schmidt die Maßnahme. Ob heute Kießling, den der Coach als "Wandspieler", als Ballverteiler, sieht, neben Chicharito beginnt oder der schnelle Bellarabi, bleibt offen. Lars Bender (Oberschenkelprellung) könnte wieder im Kader stehen, Roberto Hilbert (Kniereizung) fällt aus.

Porträt: Das ist Lars Bender FOTO: AFP

Generell sieht Schmidt das Team in der Pflicht, wieder engagierter sein System umzusetzen. "Ein Erfolgserlebnis ist dringend notwendig. Wir sind in einer schwierigen Situation, der Bundesliga-Start insgesamt ist nicht geglückt. Wir sind noch nicht in bester Verfassung, sind taktisch noch nicht so gefestigt, wie wir uns das gewünscht haben und müssen unseren Stil wiederfinden, der uns ein bisschen verloren gegangen ist. Wir müssen schleunigst in die Erfolgsspur zurückkommen", sagt er. Als bestes Mittel dafür gibt Schmidt aus, die Effizienz vor dem gegnerischen Tor zu steigern.

Quelle: RP
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