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Bayer Leverkusen
Belastungsprobe: Sieben Spiele in 23 Tagen

Hernandez in Leverkusen vorgestellt
Hernandez in Leverkusen vorgestellt FOTO: dpa, mb hak
Leverkusen. Mit dem heutigen Heimspiel gegen Darmstadt 98 beginnt für die Werkself ein Mammutprogramm mit drei Englischen Wochen bis zur Länderspielpause und acht bis Weihnachten. Javier Hernandez steht als Joker vor seinem Debüt. Von Stefanie Sandmeier

An Bilder wie diese wird man sich in Leverkusen gewöhnen müssen. Neben den lokalen Medienvertretern sind seit der Verpflichtung von Javier "Chicharito" Hernandez bei Pressekonferenzen stets internationale Journalisten vertreten. Der amerikanische TV-Sender Fox hat die internationalen Fernsehrechte für die Bundesliga erworben und sendet aus Leverkusen. Das waren beispielsweise Live-Schalten bei "Chicharitos" Vorstellung sowie Bilder vom ersten Training.

Am Samstag – in Südamerika zur Frühstückszeit – überträgt Fox das Heimspiel aus der BayArena gegen den SV Darmstadt 98 (15.30 Uhr). Noch hat der mexikanische Nationalspieler zwar keine Minute in einem Punktspiel für Bayer 04 absolviert - schon jetzt aber hat der 27-Jährige in den ersten Tagen mit seiner ungeheuren Strahlkraft dazu beigetragen, die Marke Bayer 04 zu pushen - die von einem erfolgreichen Javier Hernandez womöglich noch erheblich profitieren kann.

Nach Klub-Angaben erreichten den Verein im Merchandising in den vergangenen Tagen sehr viele Anfragen aus Mexiko und den USA, wo viele Menschen mit mexikanischen Wurzeln leben. Sie werden sich heute aber in Geduld üben müssen, denn "Chicharito" sitzt gegen Darmstadt, zumindest zu Beginn, auf der Bank. "Es ist eine besondere Situation für ihn nach der Länderspielphase. Javier hatte vor seinem Abflug einige Spieler noch gar nicht gesehen. Ich würde ihm keinen Gefallen tun, ihn direkt von Anfang an spielen zu lassen", sagte Trainer Roger Schmidt, der allerdings einen Einsatz während des Spiels in Aussicht stellte. "Wir wollen versuchen, Javier wie auch Kevin Kampl schnellstmöglich heranzuführen."

Lediglich eine Einheit gestern konnte der Hernandez, der erst am Donnerstag von der Länderspielreise zurückkehrte (er erzielte das 1:0 beim 2:2 gegen Argentinien), gemeinsam mit seinen neuen Kollegen absolvieren. "Chicharito" sei wie alle anderen Nationalspieler unbeschadet zurückgekehrt. "Es war eine sehr gute Atmosphäre in der Kabine. Wenn man zwei Wochen mit nur acht Feldspielern trainiert, freut man sich wieder, wenn die Kabine voll ist", sagte Schmidt.

Er habe einen positiven Eindruck von seinem Team, das mit einem Heimsieg im Rücken in das darauffolgende Champions-League-Gruppenspiel gehen möchte.

Vorher sollten aber alle Bayer-Profis noch einmal kräftig Luft holen, denn nach dem Darmstadt-Spiel werden Spieler und Trainer dazu bis Weihnachten nur noch selten kommen. Bis zur nächsten Länderspielpause stehen weitere sechs Partien in 19 Tagen an. Bis Ende des Jahres sind es mit heute insgesamt 21 Pflichtspiele. Acht Englische Wochen warten auf die Werkself in Liga, DFB-Pokal und Champions League. Übersteht Leverkusen am 28 . Oktober in Köln die zweite Pokalrunde, steht vor Weihnachten sogar noch eine weitere Partie an. "Das ist ein Rhythmus, der für uns schon fast normal geworden ist", entgegnete Schmidt, der die Messlatte dennoch hochlegt. "Bis Anfang Oktober "haben wir die Möglichkeit, 21 Punkte zu holen: sechs in der Champions League und 15 in der Liga. Natürlich wollen wir so viele wie möglich bei uns behalten."

Sein zuletzt mit "Chicharito" und Kampl verstärkter Kader, der mehr spielerische Variations- und Rotationsmöglichkeiten erlaubt, gebe ihm ein "gutes Gefühl", sagte Schmidt. "Wir haben viele Topspieler in einem Top-Zustand, die in der Lage sind, das zu kompensieren."

Quelle: RP
 
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