| 12.23 Uhr

Borussia Mönchengladbach
"Das ist nicht immer zu erklären"

Einzelkritk: Note 1 für Dahoud und Raffael
Einzelkritk: Note 1 für Dahoud und Raffael FOTO: dpa, ade nic
Frankfurt/Main. Viertes Bundesliga-Spiel unter Interimstrainer André Schubert, vierter Sieg: Bei Borussia Mönchengladbach ist die Welt wieder in Ordnung. Nach dem 5:1 (1:1)-Sieg bei Eintracht Frankfurt ist das Selbstbewusstsein bei den Borussen entsprechend groß.

Tony Jantschke fasste die Partie in Hessen kurz und knapp zusammen. "In der ersten Halbzeit war nicht so viel los", sagte der Defensiv-Allrounder, der in der 66. Minute für Julian Korb gekommen war. "In der zweiten Halbzeit waren wir überragend." 

Im Vergleich zu den Auftritten zu Saisonbeginn, als die Borussia wettbewerbsübergreifend sechs Spiele in Folge verlor, ist die Fohlenelf seit dem Rücktritt von Lucien Favre nicht mehr wiederzuerkennen. "Anscheinend ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Das ist manchmal so und ist nicht immer zu erklären", sagte Jantschke in der Mixed Zone des Frankfurter Stadions. "Was wir in den vier Spielen vor der Länderspielpause und auch heute wieder gemacht haben, ist sensationell."

Granit Xhaka, der trotz seines Außenbandrisses im rechten Sprunggelenk 90 Minuten durchspielte, versuchte, die Erfolgsserie nach der Niederlagenserie zu erklären. "Wir haben nicht grundlegend viel geändert, wir pressen jetzt etwas mehr als vorher. Der entscheidende Unterschied ist zudem, dass wir jetzt einfach die Tore machen. In den ersten fünf Spielen haben wir nur zwei erzielt, jetzt sind es 14 aus den vergangenen vier Partien", sagte der Schweizer. "Wir treten derzeit frech, mutig und sehr variantenreich auf, wodurch wir nur sehr schwer ausrechenbar für die Gegner sind. Wir sind viel über die Seiten gekommen, haben immer wieder in die Tiefe gespielt und waren vor dem Tor sehr effizient", sagte sein Landsmann Yann Sommer.

Für die Borussen steht nun mit dem Champions-League-Spiel beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin ein absolutes Highligt auf dem Programm. "Ich glaube, Juventus hat seit Ewigkeiten zu Hause nicht mehr verloren, das ist eine super Mannschaft", sagte Jantschke – und lag damit nicht ganz richtig, denn zum Saisonauftakt hatte Udinese Calcio die beeindruckende Serie der "Alten Dame", die zuvor über zwei Jahre zu Hause ungeschlagen geblieben war, beendet. Trotz der Heimstärke des Vorjahres-Finalisten der Königklasse haben sich die Borussen für ihr Gastspiel im Piemont einiges vorgenommen: "Mit ganz kleiner Brust fahren wir nicht nach Turin", sagte Jantschke.

(kk/areh)
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