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| 12.23 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Azzouzis klares "Jein" zu Liendl

Porträt : Michael Liendl: Feingeist und Elfmeterexperte
Porträt : Michael Liendl: Feingeist und Elfmeterexperte FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf"". Fortuna Düsseldorfs Spielmacher Michael Liendl wird von 1860 München umworben. Rachid Azzouzi verzichtet auf ein klares Bekenntnis. "Wir haben immer gesagt, dass noch etwas passieren kann", so der Sportdirektor auf der Pressekonferenz. Die Zeichen stehen auf Abschied. Von Christoffer Kleindienst und Thomas Schulze

55 Pflichtspiele bestritten die Fortunen, seitdem Liendl vom Wolfsberger AC an den Rhein gewechselt ist. Die Einsatzquote des Österreichers ist beeindruckend: Schlappe 100 Prozent hat er vorzuweisen. Der Linksfuß stand bei jeder dieser Partien auf dem Platz, auf 4647 Spielminuten kommt er mittlerweile, nur an einem einzigen Spieltag stand er nicht in der Startelf. Auch gegen den SC Freiburg am kommenden Samstag wird Liendl aller Voraussicht nach von Beginn an auflaufen. Sein Transfer zu einem anderen Klub wäre, nur an den Zahlen gemessen, vollkommen überraschend – und dennoch ist er möglich.

1860 München ist laut "Bild" an dem Spielmacher interessiert. Näher an der Heimat wäre er damit, außerdem stieß er in Düsseldorf nie auf die Gegenliebe der Fans. "Alpen-Maradona" wurde er weitaus seltener ehrfurchtsvoll als viel häufiger hämisch genannt. Dabei hat er mit elf Toren und dreizehn Assists in 55 Fortuna-Spielen respektable Zahlen vorzuweisen. Die "Löwen", die in der vergangenen Saison um den Klassenerhalt kämpften und bei denen seit Monaten Chaos in der Führungsriege herrscht, wollen nun die Gunst der Stunde nutzen. 

Die Fortuna-Verantwortlichen hielten sich vor dem Freiburg-Spiel mit klaren Bekenntnissen zurück. "Ich will das generell nicht kommentieren. Aber wir haben immer gesagt, dass noch etwas passieren kann. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Er hat bisher immer gespielt. Wenn aber ein Spieler gehen will, dann ist es nun mal so", sagte Sportdirektor Azzouzi. Trainer Frank Kramer betonte derweil, dass Liendl immer bei ihm gespielt habe, "er ist wichtig für uns". 

Richtig abhängig will sich die Fortuna aber nicht von ihm machen und so erklärte Kramer auch: "Es ist nicht so, dass wir dann in ein großes Loch fallen, wenn er gehen sollte." Auch Azzouzi wiegelte bereits für den Fall der Fälle ab. Man sei "auf alle Eventualitäten vorbereitet. Wir wissen, dass sich immer noch etwas während der Transferperiode tun kann", so der Sportdirektor, der hinterschob: "Das ist aber keine neue Erkenntnis." Dass sich auch die Fortuna auf dem Transfermarkt umschaut, ist kein Geheimnis. Mehdi Abeid stand unter anderem im Fokus der Düsseldorfer. Der Deal mit dem Algerier, der ein Konkurrent für Liendl gewesen wäre, scheint aber geplatzt.

"Das Budget gibt es her, dass wir auch ohne Verkauf zuschlagen könnten. Wir müssen keinen Spieler verkaufen. Auch wenn wir dann natürlich nochmal mehr Geld haben könnten", sagt Azzouzi. Liendl wurde 2014 für 250.000 Euro gekauft. Mittlerweile liegt sein Marktwert bei fast einer Million Euro. Zwar hat Liendl nur noch ein Jahr Vertrag, finanziell würde der Fortuna dieser Transfer sicherlich trotzdem nicht schaden.

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