1. Bundesliga 17/18
| 13.11 Uhr

Wieder Plakate gegen Hopp
"Wir akzeptieren keine Kölner Entschuldigungen mehr"

Porträt: Dietmar Hopp: Vom Mäzen zum Mehrheitseigner
Porträt: Dietmar Hopp: Vom Mäzen zum Mehrheitseigner FOTO: ddp
Zuzenhausen. Nach den erneuten Beleidigungen gegen Dietmar Hopp werden Bundesligist 1899 Hoffenheim und der Mäzen selbst der Sache rechtlich nachgehen.

"Auch wenn in den nächsten acht Spielen Plakate hochgehen, werden wir klagen", sagte 1899-Mediendirektor Christian Frommert am Montag. Im Spiel beim 1. FC Köln war Hopp am Sonntag wieder mehrfach durch Gesänge und geschmacklose Plakate verunglimpft worden.

Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Hansi Flick signalisierte derweil keinerlei Gesprächsbereitschaft mehr mit dem FC. "Einfach widerlich", nannte der frühere DFB-Sportdirektor die Plakate und Rufe und kündigte in der "Heilbronner Stimme" an: "Wir akzeptieren keine Kölner Entschuldigungen mehr. In Köln gibt es bei den Vereinsoberen seit Jahren nur Achselzucken und Entschuldigungen."

"Das darf nicht mehr akzeptiert werden", sagte Hopps Anwalt Christoph Schickhardt der "Bild": "Das kotzt uns alles an. Ich fordere: Wenn in Zukunft solche Plakate in den Kurven hängen, darf das Spiel nicht mehr angepfiffen werden."

Kölns Präsident Werner Spinner zeigte sich derweil "zutiefst erschüttert" über die neuerlichen Vorfällen. "Die Aussage von Herrn Flick nehme ich zur Kenntnis. Meine Erziehung und meine Werte sagen mir, dass ich mich dennoch bei Herrn Hopp entschuldige", sagte er.

Spinner versicherte: "Wir haben außergewöhnlich starke Kontrollen durchgeführt und haben einige Plakate noch abfangen können." Die beiden aufgehängten seien "ins Stadion geschmuggelt worden". Der FC unterstütze grundsätzlich die Strafverfolgung.

(dpa/SID)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Beleidigende Plakate in Köln: Dietmar Hopp stellt Strafanzeige


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.