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Funkspruch-Skandal in der DTM
Sportgericht verhandelt am Mittwoch

Bilder: Die Beteiligten am DTM-Skandal von Spielberg
Bilder: Die Beteiligten am DTM-Skandal von Spielberg FOTO: dpa, jt jhe
Frankfurt/Main. Das Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) verhandelt am Mittwoch in Frankfurt/Main den Funkspruch-Skandal beim DTM-Rennen im österreichischen Spielberg vor dreieinhalb Wochen.

Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich hatte seinen Fahrer Timo Scheider aufgefordert, den Mercedes-Konkurrenten Robert Wickens von der Piste zu drängen. "Timo, schieb ihn raus", sagte Ullrich beim zehnten Lauf zum Deutschen Tourenwagen Masters am 2. August per Boxenfunk.

Nachdem der zweimalige DTM-Champion Scheider dem Kanadier Wickens ins Heck gefahren war, schob dieser unfreiwillig seinen Mercedes-Kollegen Pascal Wehrlein von der Strecke. Für den bis dahin Gesamtführenden Wehrlein und Wickens endete das Rennen im Kiesbett.

Scheider beteuerte zwar seine Unschuld, wurde nach Sichtung der Fahrzeugdaten und Videobilder aber disqualifiziert. Ob und wie Ullrich für den nach seinen Angaben unbeabsichtigten Funkspruch bestraft werden kann, ist offen. Im Reglement taucht die Position des Motorsportchefs nicht auf.

Mercedes erwartet aber auch eine Strafe für Audi. "Wir haben da Vertrauen in die Kommissare und den DMSB. Nur dem Timo Scheider eine Strafe zu geben, wäre aber zu kurz gesprungen", hatte Mercedes-DTM-Chef Ulrich Fritz gesagt.

(dpa)
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