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Belfast
Nordirland feiert Grigg und ist Deutschlands Verfolger

Belfast. Die nordirischen Fußball-Fans hatten im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan schon genug Grund zum Jubeln. Doch so richtig laut wurde es im Windsor Park in Belfast in der 62. Minute, als ihre Kultfigur Will Grigg eingewechselt wurde. Das seit der EM berühmte Lied "Will Grigg's on fire" schallte durchs Stadion. Und der nur selten eingesetzte 25 Jahre alte Stürmer von Wigan Athletic durfte immerhin noch zwei Tore beim 4:0 der Nordiren gegen Aserbaidschan auf dem Feld erleben.

Durch den souveränen Erfolg gegen das zuvor noch unbesiegte Team von Aserbaidschan kletterte die "Green & White Army" in der Gruppe C auf Platz zwei und ist damit nun Deutschland-Jäger Nummer eins. Nach der wundersamen Qualifikation für die EM in diesem Jahr hat Nordirland nun auch die WM 2018 in Russland fest im Blick. "Ich denke, wenn man einmal Appetit bekommen hat, dann will man mehr", sagte Nordirlands Trainer Michael O'Neill, "das war ein wichtiger Sieg. Unsere erfolgreiche Reise durch die EM-Qualifikation und dann all die Erlebnisse beim Turnier in Frankreich haben der Mannschaft sehr viel Selbstvertrauen gegeben."

"Gegen Norwegen haben wir jetzt im März die Chance, einen direkten Konkurrenten auf sieben Punkte zu distanzieren", erklärte O'Neill bereits mit Blick auf die folgende Partie in vier Monaten. "Bis dahin wird noch viel Fußball gespielt, es ist aber gut, dass das Momentum auf unserer Seite liegt", sagte Verteidiger Gareth McAuley, "solange wir Punkte sammeln, reiten wir auf dem Kamm der Welle und geben uns die Chance, auf dieser unglaublichen Reise wieder etwas zu erreichen."

Wieder im Rennen um Platz zwei, der am Ende sehr wahrscheinlich zur Teilnahme an den Play-off-Spielen berechtigt, ist auch Tschechien. Beim 2:1 gegen Norwegen erzielten die Tschechen ihre ersten beiden Treffer in der laufenden Ausscheidungsrunde und haben nun fünf Punkte auf ihrem Konto. Michal Krmencik bei seinem Länderspieldebüt und Jaromír Zmrhal erzielten die Treffer für das Team von Trainer Karel Jarolím. Das Anschlusstor durch Joshua King war für die Skandinavier zu wenig.

(dpa)
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