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Speerwurf-Weltmeisterin
Molitor will juristisch gegen Nicht-Nominierung vorgehen

Das ist Katharina Molitor
Das ist Katharina Molitor FOTO: dpa
Exklusiv | Düsseldorf. Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor hat nach der Nichtberücksichtigung für die Olympischen Spiele in Rio angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Von Patrick Scherer

"Ich werde mir juristischen Rat holen und schauen, ob ich gegen diese Entscheidung klagen kann", sagte die 32-Jährige unserer Redaktion. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte zuvor bekanntgegeben, dass Christina Obergföll (Offenburg) als dritte Speerwerferin nach der deutschen Meisterin Christin Hussong (Zweibrücken) und EM-Silbergewinnerin Linda Stahl (Leverkusen) nach Rio reisen wird. 

Molitor (Leverkusen) sprach von "völligem Unverständnis" über diese Entscheidung. "Ich frage mich, warum ich für die EM nominiert wurde, aber für Olympia nicht, obwohl sich seitdem nichts geändert hat."

Die 34-jährige Obergföll hatte bereits vor der Nominierung angekündigt, sich "juristische Unterstützung" zu holen, sollte sie nicht im Kader für die Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) stehen. Ihrer Argumentation zufolge hat sie die Nominierung verdient, da sie in diesem Jahr mit 64,96 und 63,96 Meter zweimal weiter als Molitor (63,20 Meter) geworfen hatte. Molitor erklärte: "Ich hoffe nicht, dass der DOSB sich diesem Druck gebeugt hat. Ausschließen kann ich es aber nicht."

Der Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLB), Clemens Prokop, hatte von einer "tragischen Entscheidung" gesprochen. "Für den Verband war es ein Luxusproblem, für die Athletin ist es tragisch, nicht bei Olympia dabei zu sein", sagte Prokop. Der DLV hatte dem DOSB die Nominierung vorgeschlagen. Prokop oder ein anderer Entscheidungsträger haben sich nach Angaben von Molitor nicht persönlich bei ihr gemeldet, um ihr die Absage mitzuteilen. "Das ist nicht die feine Art", sagte Molitor.

Zuletzt habe Prokop im Gespräch nach dem vierten Platz bei der EM in Amsterdam Molitor keine Anzeichen gegeben, dass sie nicht nach Rio fahren würde.

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