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Olympia in Rio
Mädchen bei Ausschreitungen rund um Fackellauf verletzt

Olympia 2016: Mädchen bei Ausschreitungen rund um Fackellauf verletzt
Der Fackellauf wurde durch ein großes Polizeiaufgebot begleitet. FOTO: dpa, brv afcu ss
Rio de Janeiro. Beim olympischen Fackellauf ist es im Bundesstaat Rio de Janeiro zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschosse in Duque de Caixas ein, rund 20 Kilometer von der Stadt Rio de Janeiro entfernt.

Demonstranten hatten mit Steinen geworfen. Ein zehn Jahre altes Mädchen sei durch ein Gummigeschoss verletzt worden und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, berichtete das "Portal "O Globo".

Laut Polizei waren unter den Demonstranten Studenten und Professoren, die gegen die schlechte Bildungssituation protestierten - wegen ausstehender Gehälter war an einigen Universitäten zuletzt kaum noch ein regulärer Betrieb möglich. Zudem seien "Temer raus"-Rufe zu hören gewesen - Brasiliens Interimspräsident Michel Temer wird von linken Gruppen vorgeworfen, Bündnisse geschmiedet zu haben, um Mehrheiten für die Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff zu erreichen.

Sie wurde im Mai suspendiert, um Vorwürfe wie Haushaltstrickserien juristisch zu prüfen. Daher wird ihr bisheriger Vizepräsident Temer auch die Olympischen Spiele am Freitag im Maracanã-Stadion eröffnen. Nach Olympia könnte Rousseff mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit vom Senat endgültig des Amtes enthoben werden, Temer bliebe Präsident.

Bisher kam es nur zu vereinzelten Protesten gegen die rund 10,5 Milliarden Euro teuren Olympischen Spiele. In Angra dos Reis, 170 Kilometer westlich von Rio de Janeiro, erlosch die Flamme dabei kurzzeitig.

 

(dpa)
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