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Rio De Janeiro
Sportler beklagen schlimme Zustände in den Unterkünften

Rio De Janeiro. Mangelhafte Hygiene, schlechtes Essen und chaotische Organisation: Die "katastrophalen Zustände" im Olympischen Dorf rufen bei den deutschen Athleten zunehmend Frust hervor. "Es geht beim Essen los und bei der Hygiene weiter. Da wird über Tage nicht gewaschen, nicht geputzt - es ist eine Katastrophe", sagte der 40-jährige Hockey-Bundestrainer Jamilon Mülders. Auch der frühere Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen berichtete von ähnlichen Erfahrungen. "Es ist alles etwas chaotisch, mit der Hygiene ist es auch etwas anders", sagte der Turner, der betonte, die Spiele dennoch nicht schlechtreden zu wollen.

Mülders wurde da deutlicher. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bemühe sich zwar nach Kräften, die deutschen Sportler zu unterstützen. So würden Mitarbeiter des DOSB beispielsweise morgens Brot anliefern. Mit "Essen für Sportler" habe die Verpflegung insgesamt aber "nichts zu tun". Die Bedingungen im Athletendorf seien nicht olympiawürdig.

"Wenn bei den hygienischen Bedingungen nicht Magen-Darm ausbricht, ist es ein Wunder", sagte Mülders. Auch Hambüchen bezeichnete es als "etwas anders", dass Toilettenpapier in Rio nicht heruntergespült, sondern in den Mülleimer geworfen wird.

Mülders betonte derweil, dass auch die Athleten aus den anderen Nationen unter den schwierigen Voraussetzungen Leistungen produzieren müssten, einen Wettbewerbsnachteil beklagte er ausdrücklich nicht. Insgesamt seien die Bedingungen jedoch deutlich schlechter als noch vor vier Jahren in London.

(sid)
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