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Biathlon-Star
Dahlmeier: "Könnte ganz schnell Schluss sein"

Laura Dahlmeier – Biathlon-Talent und Staffel-Weltmeisterin
Laura Dahlmeier – Biathlon-Talent und Staffel-Weltmeisterin FOTO: dpa, Martin Schutt
Antholz. Deutschlands derzeit erfolgreichste Biathletin Laura Dahlmeier kann sich wie Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner ein frühes Karriereende vorstellen.

"Es könnte ganz schnell Schluss sein. Ich glaube nicht, dass ich den Sport ewig mache", sagte Dahlmeier der "Sport Bild". Die Belastung sei "einfach brutal": "Mir macht es aktuell unheimlich viel Spaß, aber irgendwann ist man körperlich und geistig am Ende." Viele sehen in Dahlmeier die potenzielle Nachfolgerin ihrer ehemaligen Trainingskollegin Neuner.

Die 22-jährige Dahlmeier holte trotz des verspäteten Saisoneinstiegs in diesem Winter bereits vier Weltcupsiege. "Man kann das nicht jahrelang auf höchstem Niveau machen. Zumindest kann ich das nicht", sagte die Partenkirchnerin, die im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft im finnischen Kontiolahti Gold mit der Staffel und Silber in der Verfolgung gewonnen hatte.

Wie einst Neuner ist auch Dahlmeier nicht bedingungslos auf den Leistungssport fixiert. Die begeisterte Bergsteigerin blickt schon jetzt über den Tellerrand hinaus: "Ich möchte in meinem Leben noch so viele andere Sachen machen. Zum Beispiel möchte ich unbedingt mal eine Expedition auf einen hohen Berg in Nepal machen."

Momentan aber sei sie "mit Leib und Seele Biathletin". Ihre Stärke auf den Schlussrunden erklärte Dahlmeier so: "Ich mag das direkte Duell Frau gegen Frau. Das weckt den Killerinstinkt in mir."

Die zweimalige Olympiasiegerin und zwölffache Weltmeisterin Neuner hatte 2012 überraschend im Alter von nur 25 Jahren ihre Karriere beendet.

Derweil bremst ein Infekt Senkrechtstarterin Dahlmeier kurzfristig aus und nimmt ihr alle Chancen auf eine vordere Platzierung im Gesamtweltcup. Anstatt am Donnerstag (14.30 Uhr/ARD) im Sprint um ihren fünften Saisonsieg zu kämpfen, muss sie in der Heimat das Bett hüten. Sechs Wochen vor der WM in Oslo (3. bis 13. März) ein herber Rückschlag.

"Am Dienstagabend war Laura noch sehr optimistisch, dass sie zum Training anreist. Aber Mittwochfrüh hat sie uns sehr zeitig informiert, dass sich die Situation nicht verbessert, sondern eher verschlechtert hat - und dann macht natürlich ein Einsatz im Weltcup keinen Sinn", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig: "Im Gegenteil, wir würden die Situation verschlechtern."

(can/dpa/sid)
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