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Riesenslalom
Rebensburg kämpft sich vom zwölften Rang aufs Podium

Viktoria Rebensburg – Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin
Viktoria Rebensburg – Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin FOTO: AP
Jasna. Viktoria Rebensburg wird nach einer Aufholjagd Zweite beim Riesenslalom im slowakischen Jasna. Dennoch verspielt sie ihre Chancen im Weltcup.

Viktoria Rebensburg zwinkerte frech mit dem rechten Auge in die Kameras, und sie versicherte auch, dass sie "extrem happy" sei. Doch genau genommen wusste sie nicht recht, ob sie lachen oder weinen sollte.

Mit einer Fahrt wie von einem anderen Stern war sie beim Weltcup-Riesenslalom im slowakischen Jasna noch vom zwölften auf den zweiten Rang gerast. Ein völlig missratener erster Durchgang aber hatte ihre Chancen im Weltcup erheblich geschmälert.

Eva-Maria Brem aus Österreich, die zunächst 1,96 Sekunden vor Rebensburg gelegen hatte, rettete noch 0,27 Sekunden Vorsprung ins Ziel und liegt vor dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale ab 16. März in St. Moritz/Schweiz 52 Punkte vor der Rivalin vom Tegernsee im Kampf um die kleine Kristallkugel. Selbst bei einem Sieg in knapp zwei Wochen kann Rebensburg nur dann noch an der Österreicherin vorbeiziehen, wenn diese höchstens Rang fünf belegt. "Es bleibt spannend", versicherte Rebensburg.

Weit geringer, genau genommen nicht mehr vorhanden, sind Rebensburgs Chancen im Gesamtweltcup: Die große Kugel geht aller Voraussicht nach an Lara Gut. Die Schweizerin überholte durch ihren vierten Rang in Jasna die bislang führende, aber verletzte Lindsey Vonn (USA) und steht vor dem ersten Triumph einer Eidgenössin seit Vreni Schneider 1995. Rebensburg hat 263 Punkte Rückstand auf Gut - bei sechs noch ausstehenden Rennen praktisch nicht aufzuholen.

Bleibt also die kleine Chance im Riesenslalom-Weltcup, den Rebensburg 2011 und 2012 schon gewonnen hat. Dass ihr noch eine Chance bleibt, lag an einem fantastischen zweiten Lauf. "Im zweiten wollte ich das Maximum herausholen. Ich bin extrem happy, dass es zum zweiten Rang gereicht hat", sagte Rebensburg, ergänzte aber bedauernd: "Es ist ein bisschen schade, dass es im ersten Lauf nicht zusammengepasst hat." Ein Sieg vor Brem, und der Rückstand von Rebensburg wäre auf zwölf Punkte geschrumpft.

Eva-Maria Brem musste nach ihrem dritten Weltcup-Sieg zunächst mal tief durchatmen. "Die Erleichterung ist sehr groß", sagte die Österreicherin, der ihrerseits bei dichtem Schneegestöber im ersten Durchgang eine herausragende Fahrt gelungen war. Für Rebensburg hatte sie nur Lob übrig: "Sie hat aus der Not eine Tugend gemacht. Sie hat ihr letztes Hemd gegeben." Aus Sicht von Rebensburg hätte das nur etwas früher passieren müssen.

(old/sid)
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