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Wahlkampfauftritt in Beverungen
Merkel rechnet mit NRW-Regierung ab

Wahlkampfauftritt in Beverungen: Merkel rechnet mit NRW-Regierung ab
Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Merkel (CDU) in Beverungen. FOTO: dpa, frg soe
Beverungen. Schützenhilfe von der Kanzlerin: Angela Merkel hat sich in den NRW-Wahlkampf eingeschaltet und für den CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet geworben. Dabei übte sie scharfe Kritik an der rot-grünen Landesregierung.  Von Laura Ihme

Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag erstmals den CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet auf seiner Wahlkampftour begleitet. In Beverungen im Kreis Höxter sprach sie vor 1000 Zuschauern in der Stadthalle und kritisierte dabei die rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). 

So hätten beispielsweise die Ereignisse rund um die Kölner Silvesternacht 2015 und die Versuche der Regierung, diese zu verschweigen, "um das Führungsversagen Einzelner zu überdecken", einen großen Schaden im Land angerichtet. Die Verkehrsprobleme in NRW spotteten jeder Beschreibung, außerdem müsse die digitale Infrastruktur ausgebaut werden, um NRW wieder wirtschaftlich nach vorne zu bringen.

Ebenfalls warf Merkel der Landesregierung vor, finanzielle Mittel vom Bund nicht vollständig an die Kommunen weiterzugeben. "Ich wünsche mir einen Ministerpräsidenten, der die Kommunen achtet", sagte sie. Das sei mit Armin Laschet möglich. Auch sprach die Kanzlerin über Integration und darüber, dass Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern – zu denen sie auch Afghanistan zählt – nach Ablehnung des Asylantrages schnell abgeschoben werden müssten. Persönlich appellierte sie zudem an die Bürger im Saal, auf jeden Fall am 14. Mai zur Wahl zu gehen, und dabei zu erwägen, welche Weichen sie für ihr Land stellen wollten. 

Nach dem Auftritt in Beverungen ging es für die Bundeskanzlerin und Armin Laschet mit dem Hubschrauber zu einem zweiten Termin nach Oelde im Münsterland. Noch fünf Mal wird die Kanzlerin bis zur Wahl in NRW sprechen. Oft wird sie dabei in ländlichen Regionen auftreten. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass der ländliche Raum hier ebenso wichtig ist wie die Ballungszentren", betonte Armin Laschet. 

(lai)
 
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