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Lokalsport
Rochusclub versilbert eine starke Saison

Düsseldorf. Der Tennis-Bundesligist verpasst mit der Meisterschaft zwar die ganz große Sensation, dennoch ist der zweite Platz im Endklassement eine Riesenüberraschung. Am letzten Spieltag holen die Düsseldorfer ein 3:3 bei Blau-Weiß Aachen. Von Tino Hermanns

Der Gladbacher HTC spielte nicht mit. Bereits nach den Einzeln der Tennis-Bundesligapartie der Gladbacher gegen den TK Kurhaus Lambertz Aachen hatte der HTC gewonnen und sich damit zum neuen deutschen Tennis-Mannschaftsmeister gekrönt. Der kleine Rest Hoffnung des Rochusclubs, am Ende der Saison den Platz an der Sonne zu erobern, war dahin. Die Düsseldorfer hätten nur eine Meisterschaftschance besessen, wenn sich Gladbach und Aachen unentschieden getrennt hätten. "Meine Glückwünsche gehen an Gladbach", sagte der Teamchef des Allpresan Rochusclub Bundesligateams, Detlev Irmler. "Ich bin aber auch glücklich über unser Abschneiden."

Zu recht, denn das Saisonziel Klassenerhalt war früh geschafft, die Irmler-Truppe spielte sich in den vergangenen Wochen vielmehr in die Rolle des Favoritenschrecks. Doch nicht beim TK Blau-Weiß Aachen. Da musste sich der Rochusclub mit einem 3:3 begnügen.

Beim Blick auf die Weltranglistenplätze waren die Gastgeber im letzten Meisterschaftsspiel der Saison. Jooris De Loore (Weltrangliste 210), Yannick Reuter (230), Germaine Gigounon (296) und Jannis Kahlke (848) traten gegen die Rochusclub-Vertretung Filip Horansky (359), Jaume Munar (442), Mats Moraing (438) und Matwe Middelkoop (589) an. Um das Team zusammenzustellen, musste Irmler mal wieder viele Extra-Schichten einlegen. Ursprünglich sollten Jozef Horansky (127) und Peter Torebko (389) spielen, doch wie so oft in der Saison kam es anders. "Jozef hat uns hängen lassen und Peter spielte am Samstag noch in Rumänien", erläutert Irmler. Nur gut, dass der Teamchef mit Moraing bei einem Future-Turnier in Eupen (Belgien) weilte. Dort stand der 24-Jährige gegen Jaume Munar im Finale. Munar gewann und wurde sofort zusammen mit Moraing "eingepackt" und in die Kaiserstadt Aachen gebracht. "Es ist eine große Freude Jaume spielen zu sehen, er ist ein echter Kampftiger", meint Irmler.

Und so kämpfte der Spanier im Drei-Länder-Eck seinen Einzelgegner Yannick Reuter in drei Sätzen nieder und war auch im zweiten Doppel zusammen mit Matwe Middelkoop für einen zweiten Düsseldorfer-Zähler verantwortlich. Den dritten Punkt verbuchte der niederländische Doppelspezialist Middelkoop in seinem Einzel gegen Jannis Kahlke.

So stand es 2:2 nach den Einzeln und Irmler ging aufs Ganze. Er wollte schließlich gewinnen und sich so wenigstens die Vize-Meisterschaft sichern. Er riss das niederländische Davis Cup-Doppel Middelkoop und Wesley Koolhof auseinander und ließ stattdessen Horansky mit Middelkoop und Munar mit Koolhof spielen. "Mats war völlig fertig. Er hat in den vergangenen zwei Wochen jeden Tag ein Match gespielt. Da musste ich ihm Ruhe gönnen. Er hat aber absolut das Rüstzeug ein wirklich guter Tennisspieler zu werden, wenn er verletzungsfrei bleibt", erläutert Irmler. Sein Plan ging aber nur zur Hälfte auf, denn nur Munar und Koolhof gewannen. "Filip ist leider wieder etwas knieweich geworden. Vor allem im ersten Satz hat er kaum eine Kugel getroffen", meint der Teamchef.

Am Ende war es egal, denn der Rochusclub sicherte sich überraschenderweise trotzdem die Vize-Meisterschaft. Obwohl bis zum Ende der Partie TK GW Mannheim gegen TC Blau-Weiß Halle gezittert werden musste. Mannheim gewann mit 5:1. kam so wie der Rochusclub auf 13:5 Tabellenpunkte, blieb aber mit den Matchpunkten von 33:21 im Vergleich mit dem Rochusclub (34:20) um ein einziges Match zurück. Irmler dürfte es am Ende sicherlich egal gewesen sein.

Quelle: RP
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