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Düsseldorf
Stadt geht nach Ärger um NRW-Tag auf Wirte zu

So wurde der NRW-Geburtstag am Sonntag gefeiert
So wurde der NRW-Geburtstag am Sonntag gefeiert FOTO: Bretz Andreas
Düsseldorf. Der NRW-Tag zum 70. Geburtstag des Landes bleibt für die Gastronomen am Burgplatz ein schwarzer Tag im Kassenbuch: Sie mussten ihre Terrassen sperren. Wegen des Ärgers gab es nun ein Gespräch im Rathaus.

Aufgrund von Sicherheitsauflagen der Stadt mussten die Wirte ihre Außenterrassen räumen - und das ausgerechnet an einem der vollsten Tage des Jahres in der Stadt und bei perfektem Wetter. Der Frust - vor allem über das Unverständnis der Stadt über den Ärger - war groß.

Jetzt trafen sich beide Parteien zu einem klärenden Gespräch im Rathaus. Mit dabei: Oberbürgermeister Thomas Geisel, das Ordnungsamt, Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) sowie Düsseldorfer Altstadtwirte. Das Ergebnis: Beide Seiten äußern sich positiv über den Verlauf des Gesprächs. Eine gewisse Skepsis bei den Wirten jedoch bleibt.

"Uns ging es bei dem Treffen darum, dass wir von der Stadt gehört werden und dass klar wird, dass so etwas wie das Terrassenverbot am NRW-Tag durchaus existenziell ist", sagt Isa Fiedler, Sprecherin der Altstadtwirte. Diese Botschaft habe man nun übermittelt und im gleichen Zug mit der Stadt vereinbart, Lösungen in Fällen wie dem NRW-Tag zu finden. "Dabei geht es darum, wie man es vielleicht trotz des Sicherheitskonzepts schaffen kann, dass Wirte zumindest nicht vollständig schließen müssen. Wir sind dabei auch immer bereit, der Stadt entgegenzukommen", sagt Fiedler. Ebenso wolle sich die Stadt nun bemühen, im Falle eines Terrassenverbots die betroffenen Wirte noch früher zu informieren.

Bei der Stadt ist man ebenfalls zufrieden mit dem Ausgang des Gesprächs, betont aber weiter, dass die Sicherheit bei Großveranstaltungen Priorität hat. Ebenso sei man noch immer der Ansicht, im Falle des NRW-Tages bereits früh genug über die Schließung der Terrassen informiert zu haben, sagte Thomas Neuhäuser, stellvertretender Leiter des OB-Büros gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

Dennoch will man nun auf beiden Seiten nach vorne schauen. Und da liegen im kommenden Jahr besonders zwei Veranstaltungen im Fokus: der Japan-Tag, der nach dem großen Andrang im Mai dieses Jahres 2017 ein neues Sicherheitskonzept bekommen könnte, sowie der Start der Tour de France. Beide Veranstaltungen könnten den Wirten viele Gäste bringen - umso mehr hofft man bei Dehoga und in der Altstadt deshalb, dass man bei der Stadt die Interessen der Gastronomen dann tatsächlich berücksichtigen wird.

(lai)
 
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